© AdobeStock 319683984
Fastenzeit neu gedacht:
7 Dinge, auf die man leicht verzichten kann
Zusammenfassung:
Dies ist ein automatisch generierter Text.
Die Fastenzeit ist längst nicht mehr auf Ernährungsgewohnheiten beschränkt. Sie ist eine Einladung, hartnäckige Gewohnheiten bewusst zu hinterfragen und Platz für einen bewussten Lebensstil und ein gesteigertes Wohlbefinden zu schaffen. Dabei geht es nicht um totale Askese, sondern um Klarheit. Was tut mir gut und was vielleicht nicht? – um diese Fragen sollte sich die Wahl des Verzichtes drehen. Deshalb hier ein paar Vorschläge, in welchen Bereichen Verzicht überraschend befreiend wirken kann.
Social-Media
Ein paar Minuten Scrollen werden schnell zu einer Stunde – oder sogar noch mehr. Social-Media-Kanäle liefern rund um die Uhr Impressionen, Meinungen und perfekte Bilder. Wer hier bewusst kürzertritt, gewinnt vor allem eines: Zeit und mentale Ruhe. Eine Social-Media-Pause kann außerdem helfen, sich weniger mit Role Models zu vergleichen und wieder stärker in der eigenen Lebensrealität anzukommen. Statt das digitale Leben anderer zu konsumieren, entsteht Raum für echte Gespräche und Erlebnisse. Und wahrscheinlich merkst du schon nach wenigen Tagen: Die Welt dreht sich auch ohne Dauer-Updates weiter.
(Online-)Shopping
Mit wenigen Klicks ist der Warenkorb gefüllt. Online-Shopping ist bequem, schnell – und oft impulsiv. Die Fastenzeit kann auch dafür genutzt werden, das eigene Konsumverhalten kritisch zu reflektieren – und mitunter ganz auszusetzen. Deshalb kannst du dir ganz bewusst die Frage stellen: Brauche ich das wirklich? Oder vertreibe ich mir nur die Zeit? So unterscheidest du ganz bewusst zwischen impulsivem Wunsch und echten Bedarf und gleichzeitig wächst die Wertschätzung für das, was du bereits besitzt. Alternativ kannst du auch nur auf das Online-Shoppingerlebnis verzichten. Wie wäre es, 40 Tage lang nur regional und vor Ort einzukaufen? Damit tust du nicht nur dir selbst, sondern auch den Betrieben in deiner Umgebung etwas Gutes.
Selbstkritik
Fasten muss nicht immer nur materiell sein. Auch persönliche Gewohnheiten zu hinterfragen ist eine Art des Verzichts. Etwa die eigene Selbstkritik. Viele von uns gehen mit sich selbst härter ins Gericht als mit anderen, und setzen sich dabei ständig unnötig unter Druck. Sätze wie „Das hätte ich besser machen müssen“ oder „Warum bin ich nicht …?“ schlagen aufs Gemüt und stehen uns eher im Weg, als dass sie uns Nützen. Wie wäre es also, in der Fastenzeit auf übermäßige Selbstkritik zu verzichten? Das heißt nicht, Fehler zu ignorieren. Es bedeutet, sich mit mehr Nachsicht zu begegnen. Wer den inneren Kritiker leiser stellt, schafft Raum für Selbstvertrauen und Gelassenheit.
Sich über Kleinigkeiten ärgern
Zugegeben, die Zeiten waren schon einmal rosiger. Aber obwohl es gerade an allen Ecken und Enden den Bach hinunter gehen zu scheint, geht es uns in Österreich doch immer noch überverhältnismäßig gut. Das sollte man zu schätzen wissen, denn auch innerhalb Europas ist der Lebensstandard hierzulande überdurchschnittlich hoch – und zwar mit Abstand. Zwar können wir viele Dinge um uns herum nicht aktiv beeinflussen, aber oft sind es ja eher Kleinigkeiten, über die wir uns im Alltag ärgern. Kein freier Parkplatz, verspätete Zustelldienste oder eine flapsige Antwort vom Kellner im Restaurant – wer derlei Lappalien an sich abprallen lässt, schont die eigenen Nerven und vergeudet weniger Zeit damit, sich unnötig aufzuregen.
Fernsehen/Streamen
Serienabende sind gemütlich, keine Frage. Doch Fernsehen und Streamen füllen schnell jede freie Minute, ohne dabei für tatsächliche Entspannung zu sorgen. Bei der Info-Flut im TV oder beim Serien Schauen bis tief in die Nacht kommt der Geist nämlich nicht wirklich zur Ruhe. Wer stattdessen öfter zu einem guten Buch greift, Freunde trifft oder einfach die Stille genießt, investiert wesentlich besser in seine mentale Gesundheit. Zudem schärft der Verzicht auf Dauerberieselung die Wahrnehmung und fördert die Kreativität. Langeweile ist dabei kein Feind, sondern oft der Anfang neuer Ideen.
Autofahren
Das Auto ist vor allem im ländlichen Bereich oft unverzichtbar. Doch nicht jeder Weg muss motorisiert zurückgelegt werden. Wer in der Fastenzeit öfter zu Fuß geht oder das Fahrrad nutzt, erlebt seine Umgebung bewusster, schont die Umwelt und tut gleichzeitig seinem Körper einen Gefallen. Bewegung an der frischen Luft baut Stress ab und schafft einen klaren Kopf. Der Verzicht auf das Auto – zumindest gelegentlich – verbindet Nachhaltigkeit mit persönlichem Wohlbefinden.
Bequemlichkeit
Bequemlichkeit zeigt sich in kleinen Dingen: den Aufzug statt der Treppe nehmen, Fertiggericht statt selber kochen, auf der Couch liegen statt spazieren zu gehen. In der Fastenzeit kann es wohltuend sein, genau hier anzusetzen. Nicht um sich das Leben schwer zu machen, sondern um neue Erfahrungen zu sammeln. Wer bewusst kleine Komfortzonen verlässt, stärkt Disziplin und Selbstwirksamkeit. Daraus entsteht nicht selten ein Gefühl von Stolz und gesteigertem Selbstvertrauen. Denn wer nicht immer nur den Weg des geringsten Widerstandes nimmt, hat letztlich auch die Kraft Größeres zu leisten.
Individuelle Fastenzeit
Fastenzeit bedeutet nicht Mangel, sondern bewusste Entscheidungen. Der freiwillige Verzicht auf Gewohntes schafft Freiräume – für Achtsamkeit, Wohlbefinden und echte Begegnungen. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, etwas wegzulassen, um wieder mehr von dem zu spüren, was wirklich zählt.
Fastenzeit:
Wer sich dennoch für klassische Wege des Fastens interessiert, kann das Angebot der „Gesunden Gemeinden“ nutzen.
- Erstellt: 18.02.2026 10:30
- Update: 16.02.2026 19:53
- Stadt & Land
- Kärnten
- Feedback zum Artikel
