© Andreas Lanner
Alpen-Adria-Genuss
Wenn aus Nachbarn Partner werden
Zusammenfassung:
Dies ist ein automatisch generierter Text.
Manche Reisen sind mehr als ein Ortswechsel. Sie sind ein Blick hinter die Kulissen dessen, was wir täglich auf den Tellern haben. Genau das durften wir kürzlich erleben, als Kärntner Wirtshauskultur auf slowenische Logistik-Präzision und friulanische Gelassenheit traf. Die erste Station führte uns nach Sora bei Medvode zur Gastrofamilie Jezeršek. Wer die Familie nur durch das Burgrestaurant Taggenbrunn kennt, unterschätzt die enorme Schlagkraft ihres Stammhauses. Hier greifen beim Catering Logistik, regionale Partnerschaften und höchste Qualitätsstandards ineinander wie in einem Schweizer Uhrwerk.
Ein schöner Moment der Wertschätzung: Die Obfrau der Kärntner Wirtshauskultur, Kathrin Zollner, und Obmann Gerfried Hopf überreichten Gastgeber Martin Jezeršek einen originalen Kärntner Reindling. Ein Stück Heimat als Dankeschön für den Blick über den Tellerrand.
Vipava: Wo der Wein Charakter zeigt
Weiter südlich im Vipava-Tal wurde es merklich ruhiger, aber geschmacklich umso intensiver. In der Vinothek Darovi Vipavske ging es weg von der Masse, hin zur Identität. Autochthone Rebsorten und ehrliche Produkte standen im Fokus. Man spürt: Hier wird keinem Trend hinterhergelaufen, hier wird die eigene Geschichte in Flaschen gefüllt.
Friaul: Kulinarik mit klarer Haltung
Der erste Tag klang im traditionsreichen Hotel Là di Moret in Udine genussvoll aus. Im Restaurant „Al Fogolar“ servierte man uns ein Degustationsmenü, das die friulanische Küche ohne viel Schnickschnack, aber mit maximaler Präzision auf den Punkt brachte. Die begleitenden Weine der Region zeigten einmal mehr, warum der Alpen-Adria-Raum kulinarisch eine der spannendsten Ecken Europas ist.
Am nächsten Morgen wurde es bodenständig. In der Antico Molino F.lli Persello drehte sich alles um Mehl und Polenta. Es war eine Erinnerung daran, dass wahrer Genuss nicht erst in der Pfanne des Haubenkochs beginnt, sondern bereits in der Mühle. Ohne kompromissloses Handwerk am Ursprung hilft auch die beste Technik in der Küche nichts.
Slow Food als gelebtes Prinzip
Das Finale der Reise fand in Fagagna im Ristorante Al Castello statt. Als zertifizierter Slow-Food-Betrieb zelebrierte das Team dort genau das, was wir auf dieser Reise suchten: Zeit und Respekt. Ob San Daniele Prosciutto oder frische Ricotta – jedes Produkt erzählte von seiner Herkunft.
Was neben den kulinarischen Eindrücken bleibt, ist die Dynamik innerhalb der Gruppe. Es wurde diskutiert, vernetzt und vielleicht auch das eine oder andere neue Projekt angestoßen. Mit dabei waren unter anderem Guntram Jilka (Fachgruppengeschäftsführer), Christian Tammegger (Slow Food Projektleiter), Georg Lexer (Präsident des Kärntner Weinbauverbandes) sowie Francesca Rossetto (Tourismusverband Klagenfurt).
Auch die Riege der Kärntner Wirte war stark vertreten, darunter Herwig Zollner (Hotel Restaurant Zollner), Rudolf Fruhmann (Gasthaus Fruhmann), Patrick Schwab und Mareike Schwab-Inzko (Die Hauswirtschaft), Sandra Joainig-Essenther (Seehof Feidig), Johann „Ogi“ Ogris sowie Edelbrenner Valentin Latschen (Pfau Brand).
Unser Fazit: Diese zwei Tage haben gezeigt, dass die Grenze zwischen Kärnten, Slowenien und Italien kulinarisch längst aufgehoben ist. Was zählt, ist die gemeinsame Leidenschaft für das echte Produkt.
- Erstellt: 26.03.2026 14:04
- Update: 26.03.2026 14:05
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