Hubert-Hauser-Straße
In der Hubert-Hauser-Straße wurden die ersten zwölf Wohnungen des Projekts „350-Euro-Wohnen“ an Mieter übergeben.

© Wilfried Gebeneter

Leistbares Wohnen

Frie­sach über­gibt ers­te Woh­nun­gen im „350-Euro-Woh­nen“

In Friesach sind die ersten zwölf von insgesamt 24 Wohnungen im Projekt „350-Euro-Wohnen“ übergeben worden. In der Hubert-Hauser-Straße soll ein Gesamtmietpreis von maximal 350 Euro möglich sein. Das Land Kärnten fördert das Vorhaben, die Stadt stellte das Grundstück per 80-jährigem Baurechtsvertrag um einen symbolischen Euro bereit.

In Frie­sach sind am heu­ti­gen Tag die ers­ten Woh­nun­gen des Pro­jekts „350-Euro-Woh­nen“ offi­zi­ell an Mie­ter über­ge­ben wor­den. In der Hubert-Hau­ser-Stra­ße sind damit zwölf von ins­ge­samt 24 geplan­ten Woh­nun­gen fer­tig­ge­stellt. Der zwei­te Bau­ab­schnitt soll naht­los wei­ter­ge­führt wer­den. Laut Anga­ben des Lan­des soll das Modell zei­gen, wie moder­ner, ener­gie­ef­fi­zi­en­ter Wohn­raum bei gleich­zei­tig nied­ri­gen Miet­kos­ten mög­lich ist.

Die Gesamt­in­ves­ti­ti­on für bei­de Bau­ab­schnit­te wird mit rund 3,3 Mil­lio­nen Euro bezif­fert und ist laut Land Kärn­ten maß­geb­lich durch Wohn­bau­för­de­rung unter­stützt. Als wei­te­rer Hebel für nied­ri­ge Mie­ten gilt die Bereit­stel­lung des Grund­stücks durch die Stadt­ge­mein­de: Über einen Bau­rechts­ver­trag auf 80 Jah­re wur­de es der gemein­nüt­zi­gen Wohn­bau­ge­sell­schaft Neue Hei­mat (Toch­ter der Lan­des­wohn­bau Kärn­ten) um einen sym­bo­li­schen Euro über­las­sen.

För­de­rung, Bau­recht und Neu­bau statt Sanie­rung

Wohn­bau­re­fe­ren­tin LHStv.in Gaby Schau­nig sieht im Pro­jekt ein Bei­spiel für kos­ten­güns­ti­ges Bau­en durch Pla­nung und Zusam­men­ar­beit: „Dass hier Woh­nen zu einem Gesamt­miet­preis von maxi­mal 350 Euro mög­lich sind, ist kein Zufall, son­dern das Ergeb­nis einer engen Zusam­men­ar­beit“, so Schau­nig. Bür­ger­meis­ter Josef Kron­lech­ner betont den kom­mu­na­len Auf­trag: „Leist­ba­res Woh­nen ist für uns in Frie­sach kein Schlag­wort, son­dern ein kla­rer Auf­trag.“

Umge­setzt wird das Vor­ha­ben nach einem „Reconstructing“-Ansatz: Nicht mehr sanie­rungs­fä­hi­ge Bestands­ge­bäu­de wer­den durch kli­ma­ge­rech­te, bar­rie­re­freie Neu­bau­ten ersetzt. Geplant wur­de das Pro­jekt von 3 KANT Archi­tek­ten ZT GmbH, die Bau­aus­füh­rung über­nahm die Swie­tel­sky AG (Zweig­nie­der­las­sung Kärnten/Osttirol). Lan­des­wohn­bau-Kärn­ten-Geschäfts­füh­rer Harald Repar ver­weist auf stei­gen­de Ener­gie- und Lebens­hal­tungs­kos­ten und das Ziel, Mie­ten „bere­chen­bar“ zu hal­ten. Eine der neu­en Bewoh­ne­rin­nen, Brun­hil­de Tha­ler, hebt die bar­rie­re­freie, hel­le Woh­nung und das gro­ße Bad her­vor.

Stadt­ge­mein­de Frie­sach
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