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Energiereferenten-Konferenz
Kärnten drängt auf Wasserkraft-Ausbau
Bei der Landesenergiereferenten-Konferenz in Rust (Burgenland) brachten Kärnten, Tirol, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg einen gemeinsamen Antrag zum Ausbau der heimischen Wasserkraft ein. Ziel war ein klares Bekenntnis zur Wasserkraft als Säule der Energieversorgung und als Schlüssel für die Energiewende. Die Länder forderten vom Bund bessere Rahmenbedingungen und mehr Planungssicherheit für Investitionen. Außerdem richtete sich der Antrag gegen den vom Finanzministerium geplanten „Wasserzins“, also eine zusätzliche Besteuerung von Wasserkraftanlagen. Acht der neun Bundesländer unterstützten das Papier, eine gemeinsame Positionierung gegenüber dem Bund kam jedoch nicht zustande – laut Kärnten wegen eines Vetos der burgenländischen Grünen Energiereferentin.
Kritik aus Kärnten: „Ideologisch motiviert“
Kärntens Energiereferent Sebastian Schuschnig kritisierte das Abstimmungsverhalten scharf: „Dass ein gemeinsamer Beschluss nun ausgerechnet an einem Bundesland scheitert, in dem Wasserkraft ohnehin eine untergeordnete Rolle spielt, ist für mich ideologisch motiviert und nicht nachvollziehbar. Energiepolitik darf nicht der Ideologie geopfert werden.“ Auch beim „Wasserzins“ sieht Schuschnig eine klare rote Linie: „Ein ‚Wasserzins‘ wäre ein herber Schlag für die heimische Wirtschaft und für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes.“ Besonders betroffen wären aus seiner Sicht Kärnten und andere alpine Bundesländer. Im Fokus stand auch das geplante Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG): Wasserkraft soll darin gleichwertig mit anderen erneuerbaren Energieformen behandelt werden, um weitere Projekte und Potenziale zu ermöglichen.
Kurz erklärt: Was die Länder fordern
- Mehr Planungssicherheit und bessere Rahmenbedingungen für Wasserkraft-Projekte
- klare Absage an den geplanten “Wasserzins” (zusätzliche Abgabe/Steuer auf Wasserkraftanlagen)
- Gleichbehandlung der Wasserkraft im Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG)
- Erstellt: 25.06.2026 11:07
- Update: 20.06.2026 22:02
- Quelle: www.ktn.gv.at
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