Velden am Wörthersee
Naturschutz und Erholungsraum im Einklang: Der „Seendialog Wörthersee“ holt im September die Meinungen der Bevölkerung und der Wirtschaft ein.

© Gert Steinthaler

Zukunft des Wörthersees

Seen­dia­log Wör­ther­see

Um den heiklen Spagat zwischen Ökologie, Erholung und Wirtschaft am Wörthersee nachhaltig zu lösen, haben das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft sowie das Land Kärnten das Projekt „Seendialog Wörthersee“ ins Leben gerufen. Hintergrund ist der aktuell gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie nur mäßige ökologische Zustand des Gewässers mit Rückgängen bei Wasserpflanzen, Schilf und Lebensräumen. Nach intensiven Fachworkshops läuft nun im gesamten September (1. bis 30. September 2026) eine breite Online-Befragung. Unter www.seendialog.at sowie mittels analoger Fragebögen auf den Gemeindeämtern sind Anrainer, Gäste, Betriebe und Vereine aufgerufen, ihre Vorstellungen einzubringen.

Zusammenfassung:

Der Wörthersee ist ein wichtiger Naturraum, der sowohl wirtschaftlich als auch für das tägliche Leben von Bedeutung ist. Umweltminister Norbert Totschnig betont, dass die ökologische Funktion des Sees gesichert und mit nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung verbunden werden soll. Bewohner der umliegenden Gemeinden, Urlaubsgäste und lokale Unternehmen werden zur Teilnahme eingeladen. Marika Lagger-Pöllinger, Wassereferentin des Landes, hebt hervor, dass eine breite Beteiligung dabei hilft, Schutz, Erholung und regionale Entwicklung zu verbinden. Ziel ist es, tragfähige Lösungen für die Zukunft zu finden.Ein Fragebogen, der etwa 10 bis 20 Minuten dauert, behandelt verschiedene Themen: Bewertung von Strandbädern, Gastronomie, freien Seezugängen und ökologische Fragen. Maßnahmen zur Reduzierung von Wellenschlag und der Umgang mit Wassersportarten werden untersucht. Auch die naturnahe Gestaltung von Uferzonen und die nachhaltige Fischerei sind Themen. Die Ergebnisse der Umfrage werden im Herbst 2026 präsentiert und dienen als Grundlage für zukünftige Maßnahmen.Vom 1. bis 30. September 2026 können Bürger, Anrainer, Gäste, Unternehmen und Vereine online ihre Erfahrungen und Meinungen zur Zukunft des Wörthersees abgeben. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite www.seendialog.at.

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„Der Wör­ther­see ist ein ein­zig­ar­ti­ger Natur­raum und zugleich ein wich­ti­ger Wirt­schafts- und Lebens­raum. Wir wol­len sei­ne öko­lo­gi­sche Funk­ti­ons­fä­hig­keit sichern und mit einer nach­hal­ti­gen wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung ver­bin­den“, betont Umwelt­mi­nis­ter Nor­bert Tot­sch­nig. Ein­ge­la­den zur Teil­nah­me sind die Bewoh­ner der sie­ben Anrai­ner­ge­mein­den (Kla­gen­furt, Krum­pen­dorf, Pört­schach, Techels­berg, Vel­den, Schief­ling und Maria Wörth) eben­so wie Urlaubs­gäs­te und loka­le Unter­neh­mer. Was­ser­re­fe­ren­tin Lan­des­rä­tin Mari­ka Lag­ger-Pöl­lin­ger unter­streicht: „Je brei­ter die Betei­li­gung ist, des­to bes­ser kön­nen wir Schutz, Erho­lung und regio­na­le Ent­wick­lung mit­ein­an­der ver­bin­den. Wir wol­len trag­fä­hi­ge Lösun­gen für die Zukunft ent­wi­ckeln.“

Wel­len­schlag, freie See­zu­gän­ge und Fische­rei im Fra­gen­ka­ta­log

Der rund 10- bis 20-minü­ti­ge Fra­ge­bo­gen deckt ein brei­tes The­men­spek­trum ab: Neben der Bewer­tung von Strand­bä­dern, Gas­tro-Ange­bo­ten und frei­en See­zu­gän­gen ste­hen öko­lo­gi­sche Kern­fra­gen im Fokus. So wer­den etwa Maß­nah­men zur Reduk­ti­on des Wel­len­schlags durch Motor­boo­te, Wake­sur­fen und Wake­boar­den eva­lu­iert, aber auch der Umgang mit Trend-Was­ser­sport­ar­ten wie Stand-up-Pad­deln, Wing-Foi­len oder Pump-Foi­len abge­fragt. Zudem geht es um die natur­na­he Rück­ge­stal­tung ver­bau­ter Ufer­zo­nen durch Schilf­gür­tel sowie um die Fische­rei­be­wirt­schaf­tung. Die Ergeb­nis­se der Befra­gung wer­den im Herbst 2026 prä­sen­tiert und die­nen als direk­te Grund­la­ge für fina­le Maß­nah­men­vor­schlä­ge.

Seen­dia­log Wör­ther­see

Von 1. bis 30. Sep­tem­ber 2026 sind Bür­ger, Anrai­ner, Gäs­te, Betrie­be, Ver­ei­ne und am See täti­ge Akteu­re ein­ge­la­den, ihre Erfah­run­gen, Mei­nun­gen und Ideen im Rah­men einer Online-Befra­gung zur Zukunft des Wör­ther­sees auf www.seendialog.at ein­zu­brin­gen.

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