© LPD Kärnten/Jannach
Schulungsinitiative
Wenn die Polizei auf Demenz trifft — Deeskalation und Empathie
Zusammenfassung:
Dies ist ein automatisch generierter Text.
„Ein verwirrter Mensch, der sich gegen eine Maßnahme wehrt, handelt nicht aus böser Absicht oder Widerstand, sondern aus Angst oder Überforderung. Ein demenzkompetentes Umfeld sorgt dafür, dass Einsatzkräfte in schwierigen Situationen richtig und deeskalierend reagieren“, betont LRin Beate Prettner. Das Kärntner Schulungskonzept geht weit über reine Theorie hinaus und kombiniert ein Online-E-Learning des Innenministeriums mit Präsenzeinheiten auf den Dienststellen sowie praktischen Hospitationen in Pflegeheimen. Dr. Jasmin Madrutter, die das Curriculum mitentwickelt hat, unterstreicht: „Polizisten lernen, typische Symptome frühzeitig zu erkennen und durch Ruhe und achtsame Kommunikation Vertrauen aufzubauen.“
Nach erfolgreicher Pilotphase in Villach und Velden folgt der Bezirks-Roll-out
Nach der erfolgreichen Testphase an den Polizeistandorten Villach und Velden werden in den kommenden zwei Jahren neun weitere Dienststellen – eine pro Bezirk – mit rund 160 Beamten geschult. Oberst Wolfgang Gabrutsch von der Landespolizeidirektion betont den Mehrwert für den Polizeialltag: „Unser Gefahrenradar wird geschärft. Wir bekommen funktionierende Werkzeuge an die Hand, um rasch zu erkennen, ob hinter auffälligem Verhalten eine Erkrankung steckt.“ Das Projekt ist Teil der Kärntner Demenzstrategie, die unter anderem zwölf zertifizierte „Demenz.Aktivgemeinden“, Schulungen für Betriebe sowie Benefiz-Aktionen wie den „Run4Memory“ umfasst, um das Land Schritt für Schritt demenzkompetenter zu gestalten.
Demenzstrategie Kärnten
Weitere Infos- Erstellt: 03.10.2026 08:00
- Update: 27.09.2026 20:45
- Stadt & Land
- Kärnten
- Feedback zum Artikel
