Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger bei der Eröffnung des Schutzprojektes der Waidegger Gailbrücke
Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger bei der Eröffnung des Schutzprojektes der Waidegger Gailbrücke

© Büro LR.in Lagger-Pöllinger

Hochwassersicherheit

Moder­ner Hoch­was­ser­schutz an der Gail vor Fer­tig­stel­lung

Die verheerenden Unwetter und Dammbrüche im Oktober 2018 führten der Bevölkerung im Gailtal die Schwachstellen des bisherigen Schutzsystems drastisch vor Augen. Um die Ortschaften Rattendorf und Waidegg künftig dauerhaft vor Katastrophen zu schützen, befindet sich das umfassende Großprojekt „Gail, Rattendorf-Waidegg“ in der finalen Umsetzung. Bund, Land Kärnten und die örtlichen Interessenten investieren insgesamt rund 14 Millionen Euro in die Sanierung der Hochwasserdämme sowie den spektakulären Neubau der pfeilerlosen Waidegger Gailbrücke. Ziel ist die verlässliche Absicherung gegen ein 100-jährliches Hochwasserereignis (HQ100).

„Der Schutz von Men­schen, Infra­struk­tur und Sied­lungs­räu­men vor Natur­ge­fah­ren hat obers­te Prio­ri­tät. Mit den geziel­ten Inves­ti­tio­nen an der Gail stär­ken wir die Sicher­heit der Bevöl­ke­rung nach­hal­tig, besei­ti­gen mit dem Brü­cken­neu­bau gefähr­li­che Eng­stel­len und set­zen kon­se­quent auf not­wen­di­ge Kli­ma­an­pas­sung“, erklärt Bun­des­mi­nis­ter Nor­bert Tot­sch­nig. Auch Was­ser­re­fe­ren­tin Lan­des­rä­tin Mari­ka Lag­ger-Pöl­lin­ger hebt die Rele­vanz her­vor: „Wir schaf­fen mehr Sicher­heit für die Men­schen und stel­len den Hoch­was­ser­schutz in der Regi­on für die kom­men­den Jahr­zehn­te auf eine soli­de Basis. Jeder Euro, den wir hier inves­tie­ren, ist eine direk­te Inves­ti­ti­on in mehr Lebens­qua­li­tät.“

Kirch­bachs vier­te Gail­brü­cke wird pfei­ler­frei und zukunfts­fit

Das Schutz­pro­jekt glie­dert sich in drei Bau­ab­schnit­te: Wäh­rend in den ers­ten bei­den Abschnit­ten bereits Schutz­däm­me auf meh­re­ren Kilo­me­tern erhöht, abge­dich­tet und durch Über­strömstre­cken ergänzt wur­den, läuft der­zeit der drit­te Abschnitt (Kos­ten­punkt: 6,0 Mil­lio­nen Euro) zur Sanie­rung von wei­te­ren 2,1 Kilo­me­tern Deich am lin­ken Ufer. Ein beson­de­rer Schwach­punkt war die alte Waid­eg­ger Gail­brü­cke, deren schma­le Brü­cken­fel­der mit vier Pfei­lern bei Hoch­was­ser zu gefähr­li­chen Ver­klau­sun­gen durch Treib­holz führ­ten. Der Neu­bau kommt kom­plett ohne Pfei­ler im Fluss­bett aus. Um den Ver­kehr wäh­rend der Bau­pha­se auf­recht­zu­er­hal­ten, errich­te­ten die Kärnt­ner Stra­ßen­ver­wal­tung und das Öster­rei­chi­sche Bun­des­heer eine Behelfs­brü­cke. Kirch­bachs Bür­ger­meis­ter Mar­kus Sal­cher dank­te der Lan­des­was­ser­wirt­schaft für die pro­fes­sio­nel­le Abwick­lung: Die Erneue­rung der nun­mehr vier­ten Gail­brü­cke im Gemein­de­ge­biet bedeu­te einen Quan­ten­sprung für die Sicher­heit der Bür­ger.

Bau­ab­schnit­te

Ins­ge­samt knapp 14 Mil­lio­nen Euro flie­ßen in die drei Bau­ab­schnit­te, um den Raum Rat­ten­dorf-Waid­egg bis zu einem 100-jähr­li­chen Hoch­was­ser­er­eig­nis (HQ100) inklu­si­ve aus­rei­chen­dem Frei­bord abzu­si­chern:

  • Bau­ab­schnitt 01 (€ 2,26 Mio.): Auf einer Län­ge von zwei Kilo­me­tern wur­de der Schutz­damm erhöht und der Unter­grund abge­dich­tet. Zudem sichert eine neue Über­strömstre­cke die plan­mä­ßi­ge Funk­ti­on des Hoch­was­ser­rück­hal­tes.
  • Bau­ab­schnitt 02 (€ 5,65 Mio.): Durch ergän­zen­de Schutz­maß­nah­men fluss­auf­wärts wird das Sicher­heits­ni­veau für die umlie­gen­den Ort­schaf­ten kom­plet­tiert.
  • Bau­ab­schnitt 03 (€ 6,00 Mio.): Aktu­ell im Bau befin­det sich die Sanie­rung des link­suf­ri­gen Hoch­was­ser­dam­mes auf einer Län­ge von rund 2,1 Kilo­me­tern.

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