Bei der Regierungssitzung im Landhaus Klagenfurt wurde der „Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege 2035“ präsentiert.
Bei der Regierungssitzung im Landhaus Klagenfurt wurde der „Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege 2035“ präsentiert.

© Johann Jaritz

Regierungssitzung

Ent­wick­lungs­plan für Pfle­ge in Kärn­ten bis 2035 vor­ge­legt

Kärnten rüstet sich für die demografischen Herausforderungen der kommenden Jahre. Gesundheitsreferentin Beate Prettner präsentierte in der aktuellen Regierungssitzung den „Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege 2035“. Das Strategiepapier setzt auf ein frühzeitiges, wohnortnahes Angebot, um den Verbleib in den eigenen vier Wänden so lange wie möglich zu sichern. Kernstücke sind der Ausbau der Pflegenahversorgung sowie das innovative Modell „Altern im Mittelpunkt“ (AiM), das verschiedene Betreuungsformen regional bündelt.

Zusammenfassung:

Der neue Plan für die Pflege bis 2035 passt sich an gesellschaftliche Veränderungen an, wie die zunehmende Lebenserwartung und die Zahl der Einpersonenhaushalte. Laut Schätzungen wird die Zahl der Pflegegeldempfänger in Kärnten bis 2035 auf etwa 43.750 Personen steigen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, wird die bereits in 116 Gemeinden etablierte Pflegenahversorgung weiterhin unterstützt. Diese soll Menschen frühzeitig beraten und soziale Isolation verhindern. Ein wichtiger Punkt im Plan ist, keine zusätzlichen Plätze in Pflegeheimen zu schaffen. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau mobiler Pflegedienste: Hier sollen bis 2035 etwa 143.000 zusätzliche Betreuungsstunden zur Verfügung stehen. Auch die Übergangspflege in Krankenhäusern soll gestärkt werden, um unnötige oder vorzeitige Heimaufnahmen zu vermeiden und die Selbstständigkeit der Betroffenen zu fördern.Ein zentraler Teil der Strategie ist das Konzept Altern im Mittelpunkt (AiM). In diesen Zentren werden mobile Dienste, Tagesbetreuung und betreutes Wohnen flexibel kombiniert. Nach erfolgreichen Pilotprojekten in St. Andrä und Finkenstein soll dieses Modell nun in ganz Kärnten umgesetzt werden. Gleichzeitig sollen die Tagesbetreuungsplätze auf knapp 400 ausgeweitet werden, um pflegende Angehörige zu entlasten. In Zusammenarbeit mit dem Wohnbauprogramm wird auch das betreute Wohnen mit Alltagsunterstützung ausgebaut, mit dem Ziel, bis 2035 rund 1.930 Personen zu versorgen. Beate Prettner betont das Prinzip ambulant vor teilstationär vor stationär: Durch die Kombination aus professioneller Hilfe, technischer Unterstützung und ehrenamtlichem Engagement soll sichergestellt werden, dass Menschen in Würde in ihrer gewohnten Umgebung alt werden können.

Dies ist ein automatisch generierter Text.

Der neue BEP 2035 reagiert auf gesell­schaft­li­che Trends wie die stei­gen­de Lebens­er­war­tung und die Zunah­me von Ein­per­so­nen­haus­hal­ten. Laut den Pro­gno­sen des Pla­nungs­in­sti­tuts EPIG wird die Zahl der Pfle­ge­geld­be­zie­her in Kärn­ten bis 2035 auf rund 43.750 Per­so­nen anstei­gen. Um die­sem Bedarf gerecht zu wer­den, bestä­tigt der Plan den Erfolg der Pfle­ge­n­ah­ver­sor­gung, die bereits in 116 Gemein­den eta­bliert ist. Als ers­te Anlauf­stel­le soll sie Men­schen früh­zei­tig bera­ten und sozia­le Iso­la­ti­on ver­hin­dern. Ein wesent­li­cher Befund des Plans ist die Emp­feh­lung, kei­ne wei­te­ren sta­tio­nä­ren Pfle­ge­plät­ze aus­zu­bau­en. Statt­des­sen liegt der Fokus mas­siv auf dem Aus­bau mobi­ler Diens­te – hier sol­len bis 2035 rund 143.000 zusätz­li­che Betreu­ungs­stun­den geschaf­fen wer­den. Auch die Über­gangs­pfle­ge an Spi­tä­lern wird for­ciert, um als „Brü­cke“ nach einem Kran­ken­haus­auf­ent­halt unnö­ti­ge oder ver­früh­te Heim­auf­nah­men zu ver­mei­den und die Betrof­fe­nen zurück in die Selbst­stän­dig­keit zu füh­ren.

Ent­las­tung für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge

Ein zen­tra­ler Pfei­ler der Stra­te­gie ist das Modell „Altern im Mit­tel­punkt“ (AiM). In die­sen Zen­tren wer­den Ange­bo­te von mobi­len Diens­ten über Tages­be­treu­ung bis hin zu betreu­tem Woh­nen fle­xi­bel mit­ein­an­der ver­knüpft. Nach erfolg­rei­chen Pilot­pro­jek­ten in St. Andrä und Fin­ken­stein soll die­ses Modell nun lan­des­weit Schu­le machen. Par­al­lel dazu ist eine deut­li­che Auf­sto­ckung der Tages­be­treu­ungs­plät­ze auf knapp 400 Plät­ze vor­ge­se­hen, was ins­be­son­de­re zur Ent­las­tung pfle­gen­der Ange­hö­ri­ger bei­tra­gen soll. In enger Abstim­mung mit dem Wohn­bau­pro­gramm wird zudem das „Betreu­te Woh­nen mit All­tags­ma­nage­ment“ aus­ge­baut; das Ziel ist die Ver­sor­gung von rund 1.930 Per­so­nen bis zum Jahr 2035. Bea­te Prett­ner unter­streicht das Prin­zip „ambu­lant vor teil­sta­tio­när vor sta­tio­när“: Durch die Kom­bi­na­ti­on aus pro­fes­sio­nel­ler Hil­fe, tech­ni­scher Unter­stüt­zung und ehren­amt­li­chem Enga­ge­ment in der Nah­ver­sor­gung soll ein men­schen­wür­di­ges Altern im gewohn­ten Umfeld sicher­ge­stellt wer­den.

Regie­rungs­sit­zung 5

inkl. Prä­sen­ta­ti­on mit kon­kre­ten Zah­len

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