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Europa
EU-Preis für Kärntner Notruf-Kooperation mit Italien
Zusammenfassung:
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Das Zivilschutz-Projekt „Euregio Senza Confini“ von Kärnten mit den italienischen Regionen Friaul-Julisch Venetien und Veneto ist mit dem europäischen Preis „Building Europe across Borders 2026“ ausgezeichnet worden. Verliehen wurde die Auszeichnung vom Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) bei dessen Jahrestagung in Brüssel. Im Mittelpunkt steht die Kooperation der Notfallzentralen: Einsatzzentralen in Kärnten und Italien sind direkt vernetzt, Notrufe und Einsatzinformationen werden automatisch ausgetauscht. Im ersten Jahr der neuen Notfallhilfe wurden laut Angaben 75 grenzüberschreitende Notrufe bearbeitet.
Probleme bei 112 sollen an der Grenze nicht mehr bremsen
Hintergrund sind Schwierigkeiten, die es bis vor rund zwei Jahren bei der Weiterleitung der europäischen Notrufnummer 112 gab. In Grenzregionen konnten sich Mobiltelefone im falschen Land einwählen – etwa bei Bergnotfällen. Dadurch wurden Hilfe und Koordination über Staatsgrenzen hinweg durch unterschiedliche Zuständigkeiten und Sprachbarrieren verzögert. Das Projekt setzt daher auf ein Kooperationsmodell mit technischer Vernetzung sowie gemeinsamen Ausbildungs- und Übungsprogrammen. Zusätzlich werden Daten und Warnmeldungen ausgetauscht, um den Zivilschutz auf beiden Seiten der Grenze zu verbessern. Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) spricht von einer „wertvollen Anerkennung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit“ und betont: „Sie zeigt, was möglich ist, wenn Regionen über Grenzen hinweg gemeinsam Lösungen für die Menschen schaffen.“
- Erstellt: 21.06.2026 08:14
- Update: 20.06.2026 21:52
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