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Exchange-Knoten
Kärnten bekommt Anschluss an internationalen „Daten-Highway“
Zusammenfassung:
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Marseille hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Internet-Drehscheiben Europas entwickelt. Der Grund liegt in seiner geografischen Lage, seiner Untersee-Kabelinfrastruktur und der zunehmenden Rolle als Daten-Hub zwischen Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Asien. Große Cloud-Anbieter und Internetunternehmen wie Google, Microsoft, Amazon, Orange und Interxion haben daher ihre Rechenzentren in Marseille ausgebaut, die schnelles Routing von Daten und niedrige Latenzzeiten für Nutzer in Europa und darüber hinaus anbieten. Geht es nach IT-Spartenobmann Martin Zandonella und Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig, soll nach dem Vorbild der südfranzösischen Metropole nun Kärnten zum „Marseille der Alpen“ werden. Denn in Fürnitz, kreuzen sich zwei internationale Daten-Highways, Arelion und EXA Infra/TürkTelekom, allerdings bisher ohne Anschlussmöglichkeit.
Neue Arbeitswelten zwischen Alpen und Adria
Derzeit läuft der Kärntner Datenverkehr über den Internetknoten Wien. Damit soll ab 2026 mit dem eigenen Knoten ALPSiX Schluss sein. Der Anschluss an den Daten-Highway bedeutet nicht nur deutlich kürzere Latenzzeiten für Anwendungen wie Telemedizin oder autonomes Fahren, sondern einen Quantensprung für den Wirtschaftsstandort Süd. In der Nähe superschneller Datenknoten siedeln sich gerne Rechenzentren an, um näher bei ihren Kunden zu sein. „Darüber hinaus stimulieren beste Verbindungen neue Geschäftsmodelle und damit weitere Betriebsansiedlungen“, so Zandonella, denn der Datenknoten soll auch auf die Balkanhalbinsel und Italien ausstrahlen. Zudem wird ein „Fiber Ring“ den Lakeside Park in Klagenfurt und den High Tech Campus Villach redundant verbinden. „Der ALPSiX öffnet die Tür für eine grenzenlose Zukunft auch bei den neuen Arbeitswelten, wirkt dem Brain-drain entgegen und wird auch ein wichtiger Impuls für die Digitalisierung der Landesverwaltung“, freut sich Christiane Holzinger, Unternehmerin, WK-Bezirksobfrau von Klagenfurt-Land und Aufsichtsratsvorsitzende der Breitbandinitiative Kärnten. Schon im nächsten Jahr sollen der Zentralraum-Datenring und der Exchange-Knoten in Betrieb gehen.
Breitbandinitiative Kärnten
Weitere Infos- Erstellt: 20.02.2025 09:33
- Update: 12.02.2025 17:34
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