© AI Generiert / OPEN AI
Erneuerbare Energien
Kärnten startet neuen PV-Fördercall mit Speicherpflicht
Das Land Kärnten startete am Mittwoch, 15. April, um 9 Uhr einen weiteren Fördercall für private Photovoltaik-Anlagen. Grundlage ist die neue PV-Förderrichtlinie, die im Dezember in der Regierungssitzung beschlossen wurde. Anträge können bis 30. Juni 2026 gestellt werden, die Antragstellung ist ausschließlich online über das Landesportal möglich.
Künftig werden neu installierte PV-Anlagen ab einer Leistung von mindestens 5 kWp gefördert – allerdings nur, wenn gleichzeitig ein Stromspeicher mit mindestens 5 kWh errichtet wird. Energielandesrat Sebastian Schuschnig begründet die Ausrichtung mit dem Ziel, Eigenversorgung zu stärken und die Stromnetze zu entlasten: „Mit der Neuausrichtung legen wir den Fokus noch stärker auf Eigenversorgung und die nachhaltige Entlastung unsere Stromnetze.“
Pauschalsätze: 3.000 Euro für PV, 1.000 Euro für Speicher
Mit dem neuen Call stellt das Land auf pauschale Fördersätze um: Für die Errichtung einer privaten PV-Anlage gibt es 3.000 Euro – unabhängig davon, ob es sich um eine kleinere oder größere Anlage handelt. Wer bereits eine PV-Anlage besitzt und nur einen Speicher (ab 5 kWh) nachrüstet, erhält eine Pauschale von 1.000 Euro. Die Fördersätze gelten laut Land ausdrücklich nur für private Investitionen, nicht für kommunale oder betriebliche Photovoltaik-Projekte.
Die Speicherpflicht ist laut Schuschnig bewusst gewählt: Die Kombination aus mindestens 5 kWp PV und 5 kWh Speicher sei für den Strombedarf von rund 90 Prozent der Kärntner Haushalte ausreichend. Insgesamt stellt das Land für die Energieförderung bis zu 40 Millionen Euro bis 2026 zur Verfügung. „Damit unterstützen wir künftig gezielt jene Anlagen, die für den Eigenverbrauch ausgelegt sind.“
PV-Ausbau in Kärnten nimmt weiter zu
Der Ausbau der Photovoltaik in Kärnten hält laut Land weiter an: In den vergangenen rund drei Jahren habe sich die Zahl der installierten Anlagen verdoppelt. Allein im Vorjahr wurden laut zuständiger Abteilung rund 13.000 Förderfälle abgewickelt. Schuschnig sieht darin ein Signal für die regionale Energiewende: „Jeder Euro den wir in den PV-Ausbau stecken, ist eine Investition in die Zukunft unseres Bundeslandes und macht uns unabhängiger von teuren Stromimporten aus dem Ausland.“
PV-Fördercall Kärnten: Eckdaten
Start: 15. April, 9 Uhr
Antrag: ausschließlich online über das Landesportal
Frist: bis 30. Juni 2026
- Erstellt: 24.04.2026 10:30
- Update: 19.04.2026 10:43
- Quelle: www.ktn.gv.at
- Stadt & Land
- Kärnten
- Feedback zum Artikel