© WKK I Anja Kopptisch
KI-Day 2026:
Kärnten verlängert Förderung und baut Services aus
Künstliche Intelligenz ist in Kärntner Betrieben angekommen – und wird zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt wurden Unterstützungsangebote vorgestellt, die Unternehmen vom Pilotieren zur Umsetzung bringen sollen. Laut Martin Zandonella, Obmann der Fachgruppe UBIT, nutzt „31 % der Gesamtwirtschaft“ KI aktiv, häufig für Recherche, Textgenerierung und Übersetzungen. Gleichzeitig bremsen fehlende Kompetenzen, rechtliche Unsicherheiten und Datenschutzfragen. „KI bringt nur dann etwas, wenn sie im Unternehmen tatsächlich ankommt“, so Zandonella. Die Wirtschaftskammer setzt dafür auf eine KI-Umsetzungsförderung, ergänzende KI-Guidelines sowie Serviceangebote. Als Schaufenster für Praxis und Kooperationen soll der KI-Day 2026 (5.5.2026 im Lakeside Park Klagenfurt) Wissen bündeln und den Zugang zu Experten erleichtern.
Förderung verlängert, neuer „Förderkompass“ gestartet
Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig bezeichnet KI als „zentralen Motor für wirtschaftlichen Erfolg“ und als branchenübergreifenden Wettbewerbsfaktor. Land Kärnten und Wirtschaftskammer haben eine bereits zu Jahresbeginn präsentierte KI-Förderung verlängert und das Angebot erweitert. Neu ist der Förderkompass (foerder-kompass.at) als digitale Orientierungshilfe, die Betrieben eine erste Einschätzung passender Fördermöglichkeiten geben soll. Der Startfokus liegt auf Angeboten des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF), eine Erweiterung um weitere Förderstellen ist angekündigt. Parallel sollen Kooperationen mit Forschung und Bildung Fachkräfte sichern – etwa über die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Studienangebote wie „Robotics & Artificial Intelligence“.
© WKK | Anja Koppitsch
Wissenschaft, BABEG und KWF setzen 2026 KI-Schwerpunkte
Die Standortagentur BABEG sieht KI als Treiber für Innovation und Technologietransfer. Martina Eckerstorfer (DIH-Süd/BABEG) verweist auf das Forschungsumfeld in Kärnten – vom Lakeside Science & Technology Park bis zur Universität und FH – und betont die Rolle des Digital Innovation Hub Süd als Netzwerk für KMU, um KI zu erproben und in Prozesse zu integrieren. Auch der KWF kündigt für 2026 einen Schwerpunkt auf KI an. Vorstand Roland Waldner will mit einem neuen Förderprodukt gezielt Impulse setzen: Unternehmen sollen Anwendungsfelder identifizieren, Use Cases entwickeln und Lösungen im Betrieb umsetzen. Als Vorbereitung wird zudem „Strategie.IMPULS“ genannt, um mit externer Beratung eine KI-Roadmap zu erarbeiten. Der KI-Day 2026 soll diese Aktivitäten sichtbar machen und den Austausch zwischen Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand bündeln.
KI-Unterstützung in Kärnten (Überblick)
Wirtschaftskammer Kärnten: KI-Umsetzungsförderung, KI-Guidelines und Serviceangebote.
Land Kärnten/WKK: KI-Förderung verlängert, zusätzlich neuer digitaler „Förderkompass“ als Einstieg in die Förderlandschaft (Startfokus KWF).
KWF: 2026 KI-Schwerpunkt mit neuem Förderprodukt für Use Cases und Umsetzung; Vorbereitung über „Strategie.IMPULS“ möglich.
BABEG/DIH-Süd: Netzwerk und Unterstützung für KMU beim Testen und Integrieren von KI.
- Erstellt: 06.05.2026 15:36
- Update: 06.05.2026 15:47
- Quelle: UBIT KÄRNTEN
- Wirtschaft & Digital
- Kärnten
- Feedback zum Artikel