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Energie
Kelag erreicht 1.000 Kilometer Fernwärme: Ausbau in St. Andrä
In St. Andrä im Lavanttal baut Kelag Energie & Wärme derzeit ihren 1.000. Kilometer Fernwärmetrasse. Über die neue Leitung wird eine im Bau befindliche Wohnanlage des Kärntner Siedlungswerkes an das Fernwärmenetz angeschlossen. Bei einem Lokaltermin am Montag stellte die Kelag das Projekt vor, auch Landeshauptmann Daniel Fellner war vor Ort.
Fellner verwies auf die Bedeutung solcher Vorhaben für Versorgungssicherheit, Energiewende und weniger Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. „Die Kelag als überregional tätiger Konzern hat hier schon viel auf die Beine gestellt“, sagte er. Die Kelag zählt nach eigenen Angaben heute zu den größten österreichweit tätigen Fernwärmeanbietern auf Basis von Biomasse und industrieller Abwärme.
Wohnbauprojekt mit 24 geförderten Mietwohnungen
Bürgermeisterin Maria Knauder hob die Fernwärme als effiziente und nachhaltige Wärmeversorgung für die Gemeinde hervor. Zusätzlich sei das Bauvorhaben des Kärntner Siedlungswerkes für St. Andrä zentral: Errichtet werden 24 geförderte Mietwohnungen, darunter betreute Wohneinheiten für junge Menschen mit Beeinträchtigung.
Kelag-Vorstand Reinhard Draxler bezeichnete Fernwärme als „Generationenvertrag“ und verwies auf den Einsatz heimischer Ressourcen aus Biomasse und Abwärme sowie auf die Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens. Adolf Melcher, Sprecher der Geschäftsführung von Kelag Energie & Wärme, erinnerte an den Start des Fernwärmeausbaus in St. Andrä: 1989 seien 7,5 Kilometer Netz mit rund 200 Kunden umgesetzt worden.
Netz in St. Andrä wächst – Abwärme von Mondi geplant
Laut Melcher umfasst das Fernwärmenetz in St. Andrä inzwischen rund 20 Kilometer. Versorgt werden etwa 400 Gebäude mit rund 16 Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr. Die Wärme komme derzeit aus dem Biomasseheizwerk in St. Andrä; künftig soll auch industrielle Abwärme von Mondi in Frantschach einfließen.
Österreichweit betreibt Kelag Energie & Wärme nach eigenen Angaben 89 Fernwärmenetze und liefert rund zwei Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Im Fernwärmegeschäft seien 300 Menschen beschäftigt. Das Kärntner Siedlungswerk begrüßte den Anschluss: „Wir sind happy mit Fernwärme“, sagte Geschäftsführer Stefan Konecny. Sein Kollege Florian Stadtschreiber gratulierte zum Meilenstein: „Wir als Kärntner Siedlungswerk sind stolz, dabei sein zu dürfen.“
Fernwärme-Ausbau St. Andrä
- Erstellt: 28.05.2026 19:15
- Update: 28.05.2026 20:43
- Quelle: www.ktn.gv.at
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