© LPD Kärnten/Helge Bauer
Digital Future Summit
Klagenfurt wird zur digitalen Datendrehscheibe im Alpen-Adria-Raum
„Ein moderner Standort braucht neben Straße und Schiene zwingend auch eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Wir zeigen heute, dass Kärnten nicht am Rand liegt, sondern ein zentraler Akteur im Herzen Europas ist“, erklärte Schuschnig. Die Leistungswerte von ALPSiX sind beeindruckend: Zielregionen in Norditalien sowie Zagreb sind künftig in nur rund vier Millisekunden erreichbar, der europäische Daten-Knotenpunkt Frankfurt in elf Millisekunden. Um diesen Vorteil voll auszuspielen, vereinbarte Schuschnig mit dem steirischen Landesrat Willibald Ehrenhöfer, Kärnten und die Steiermark künftig als gemeinsamen digitalen Wirtschaftsraum für mehr als 1,8 Millionen Menschen zu vernetzen.
Digitale Souveränität und Schutz vor Blackouts
Neben der reinen Datenübertragungsrate strich der Landesrat den Aspekt der Ausfallsicherheit und digitalen Souveränität heraus. Eine Dezentralisierung des Datenverkehrs schütze die Heimische Wirtschaft vor großflächigen Netzwerkausfällen. Die Relevanz des Kärntner Projekts spiegelte sich auch im hochkarätigen Tagungsprogramm wider: Neben Impulsen von DE-CIX-CEO Ivo Ivanov und Anna Kopp (Director Microsoft Digital) rundete eine hochbesetzte Podiumsdiskussion mit Philips-Austria-CEO Christoph Schlager und Froots-Gründer David Mayer-Heinisch die Auftaktveranstaltung ab.
„Digital Future Summit“
- Kerninhalt: Offizieller Startschuss für ALPSiX (powered by DE-CIX und operated by Anexia), der als neutraler Internet Exchange Point (IXP) den Alpen-Adria-Raum direkt anbindet.
- Investition: Das Land Kärnten investierte rund 6 Millionen Euro in diese digitale Infrastruktur.
- Vorteile: Kürzere Datenwege (z. B. direkte Erreichbarkeit von Norditalien und Zagreb in rund 4 Millisekunden) und Vermeidung von Umwegen über Wien oder München.
- Erstellt: 06.10.2026 10:00
- Update: 03.10.2026 11:52
- Wirtschaft & Digital
- Alpen-Adria
- Klagenfurt Stadt
- Feedback zum Artikel