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Wirtschaftsförderung
KWF Förderprogramm für 2026 präsentiert
Der Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) richtet sein Jahresprogramm 2026 noch stärker auf Zukunftsthemen aus. Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig und KWF-Vorstand Roland Waldner präsentierten in Klagenfurt die neuen Schwerpunkte und kündigten eine „zielgenaue Unterstützung statt Gießkannenförderung“ an. Für 2026 steht laut KWF ein Jahresförderungsbudget von rund 54 Millionen Euro zur Verfügung, mehr als drei Viertel davon für einzelbetriebliche Maßnahmen. 30 Millionen Euro davon seien über EU-Mittel abgesichert.
Mit Jahresstart wurden bereits 14 Förderprodukte geöffnet (36,4 Millionen Euro Fördervolumen). Im ersten Quartal liegt der Fokus auf Innovationsförderung für KMU, etwa für Produkt‑, Prozess- oder Designinnovationen. Ab März startet das KWF-Produkt „PRODUKTION.Invest“. Weitere neue Maßnahmen sollen schrittweise folgen und die Bereiche digitale Transformation & KI, Kreislaufwirtschaft, betriebliche Energieversorgung, Tourismus sowie Exportwirtschaft abdecken.
KI, Kreislaufwirtschaft und Energie als neue Schienen
Schuschnig betonte, Kärnten müsse in jenen Bereichen stärker werden, „bei denen in Zukunft Wertschöpfung stattfindet“ – besonders bei Künstlicher Intelligenz. Geplant ist, an ein bestehendes Digital-Paket mit der Wirtschaftskammer anzuknüpfen und vor allem Anschaffung und Implementierung von KI-Infrastruktur in Unternehmen zu fördern.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kreislaufwirtschaft. Das neue Produkt „Circular.EFRE.Invest” fördert laut KWF Dekarbonisierung in Produktionsprozessen sowie Anlagen zur Wiederverwendung oder ‑verwertung von Stoffen. Vorgesehen sind Investitionszuschüsse für KMU ab einem Projektvolumen von 300.000 Euro, insgesamt stehen dafür vier Millionen Euro bereit. Bei der betrieblichen Energieversorgung sollen EU-Mittel helfen, Energie- und Netzkosten zu senken: Gefördert werden Energiespeicher ab 50 kWh in Verbindung mit PV-Anlagen (Mindestinvestition 50.000 Euro), wobei 75 Prozent dem Eigenverbrauch dienen müssen.
Tourismus und Exportprogramme ab Frühjahr bzw. drittem Quartal
Im Tourismus ist eine neue Förderschiene für betriebliche Investitionen angekündigt, die noch im Frühjahr starten soll. Ab dem dritten Quartal sollen zudem Programme für die Exportwirtschaft folgen. Ziel ist, mehr Kärntner Unternehmen in den Export zu bringen, zusätzliche Märkte zu erschließen und die wirtschaftliche Basis des Bundeslands breiter aufzustellen. „Es ist von höchster Bedeutung, dass wir das Know-how und die Stärken unserer Betriebe auf den Weltmärkten besser positionieren“, so Schuschnig.
KWF-Vorstand Waldner kündigte zugleich eine stärkere Wirkungsorientierung an. „Man kann nicht einfach Geld verteilen, es muss auch eine Wirkung haben“, sagte er. Der KWF wolle Förderprodukte laufend überprüfen und mit einer Roadmap quartalsweise planen, welche Angebote wann benötigt werden. Ziel sei, Hemmschwellen vor Innovation – speziell bei KMU – abzubauen und F&E‑aktive Betriebe zu stärken, die laut Waldner agiler, resilienter und beschäftigungswirksamer sind.
KWF-Förderangebot
Weitere Infos- Erstellt: 09.03.2026 08:00
- Update: 04.03.2026 19:28
- Quelle: https://www.ktn.gv.at/Service/News?nid=39226
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