Grenzüberschreitende Sicherheit im Fokus: Landeshauptmann Daniel Fellner informierte über die vertiefte Katastrophenschutz-Kooperation zwischen Kärnten und Slowenien.
Grenzüberschreitende Sicherheit im Fokus: Landeshauptmann Daniel Fellner informierte über die vertiefte Katastrophenschutz-Kooperation zwischen Kärnten und Slowenien.

© Landesfeuerwehrverband

Grenzüberschreitender Katastrophenschutz

Slo­we­ni­sche Lösch­flug­zeu­ge sichern Kärn­tens Wäl­der

In Zeiten spürbarer Klimaveränderungen und steigender Waldbrandgefahren in ganz Europa vertiefen das Land Kärnten und die Republik Slowenien ihre bewährte Sicherheitspartnerschaft. Wie Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner am Mittwoch mitteilte, wird die nachbarschaftliche Kooperation im Katastrophenschutz um eine schlagkräftige Komponente erweitert: Slowenien stellt seine neu angeschafften Löschflugzeuge vom Typ „Air Tractor“ künftig auch für mögliche Brandeinsätze auf Kärntner Staatsgebiet zur Verfügung.

Zusammenfassung:

In Europa gibt es aktuell große Probleme mit Waldbränden. In Gesprächen zwischen Kärnten und Slowenien wurde vereinbart, dass slowenische Spezialflugzeuge im Notfall schnell und ohne Bürokratie in Kärnten helfen können. Slowenien hat vier neue Flugzeuge gekauft, die schnell Wasser aufnehmen und löschen können. Diese Flugzeuge sollen auch über die Grenze hinweg eingesetzt werden. Derzeit werden die letzten rechtlichen Vorbereitungen getroffen.Ein wichtiger Teil der Vorbereitung betrifft die Logistik: Es muss klar geregelt werden, welche Gewässer in Kärnten für die Wasseraufnahme geeignet sind. Besonders wichtig ist der Völkermarkter Stausee. Ein slowenisches Flugzeug hat dort bereits einen Testflug gemacht. Landeschef Fellner sieht die Zusammenarbeit mit Slowenien positiv, da sie auf guter Nachbarschaft basiert und Projekte schnell umgesetzt werden können.

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„Wald­brän­de stel­len aktu­ell in ganz Euro­pa eine enor­me Her­aus­for­de­rung für die Ein­satz­kräf­te dar. In bila­te­ra­len Gesprä­chen haben wir ver­ein­bart, dass die slo­we­ni­schen Spe­zi­al­flug­zeu­ge im Anlass­fall rasch und unbü­ro­kra­tisch auch bei uns in Kärn­ten unter­stüt­zen“, erklär­te Lan­des­haupt­mann Fell­ner. Slo­we­ni­en hat erst kürz­lich vier Maschi­nen des Her­stel­lers „Air Trac­tor“ erwor­ben und sich bereit erklärt, die­se in grenz­über­schrei­ten­de Hilfs­ein­sät­ze ein­zu­brin­gen. Der­zeit lau­fen die fina­len admi­nis­tra­ti­ven Vor­ar­bei­ten und das Ein­ho­len der erfor­der­li­chen behörd­li­chen Geneh­mi­gun­gen, um im Ernst­fall wert­vol­le Minu­ten zu spa­ren.

Erst­flug über dem Völ­ker­mark­ter Stau­see zur Erpro­bung der Was­ser­auf­nah­me

Ein wesent­li­cher Teil der Vor­be­rei­tun­gen betrifft die Logis­tik: Es muss exakt defi­niert wer­den, wel­che Kärnt­ner Gewäs­ser für die schnel­le Was­ser­auf­nah­me aus der Luft und wel­che Flä­chen für Not­lan­dun­gen geeig­net sind. Eine Schlüs­sel­rol­le kommt dabei dem Völ­ker­mark­ter Stau­see zu. Ein slo­we­ni­sches Lösch­flug­zeug absol­vier­te bereits am Mitt­woch zur Mit­tags­zeit einen ers­ten Erkun­dungs­flug über der Tal­sper­re, um die Gege­ben­hei­ten vor Ort zu über­prü­fen. Fell­ner zieht eine posi­ti­ve Bilanz der Part­ner­schaft: „Kärn­ten und Slo­we­ni­en arbei­ten auf einer extrem nach­bar­schaft­li­chen und kon­struk­ti­ven Ebe­ne zusam­men. Das ermög­licht es uns, wich­ti­ge Sicher­heits­pro­jek­te für die Men­schen in unse­rer Regi­on gemein­sam und effi­zi­ent vom Papier direkt in die Umset­zung zu brin­gen.“

Risi­ko Wald­brand
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