Fachkräfte aus Pädagogik, Sozialarbeit und Betreuungseinrichtungen beraten Menschen mit Autismus.
Fachkräfte aus Pädagogik, Sozialarbeit und Betreuungseinrichtungen beraten Menschen mit Autismus.

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Chancengleichheit

Land Kärn­ten sichert Autis­mus-Bera­tung bis 2028

In der letzten Sitzung der Kärntner Landesregierung wurde die Verlängerung des Leistungsvertrages mit der Diakonie de La Tour beschlossen. Die „MiAS Beratungsstelle für Menschen mit Autismus-Spektrum“ und das Projekt „Work ASPIEration & Coaching“ sind damit bis Ende 2028 gesichert. Landesrätin Beate Prettner betont die Bedeutung der spezialisierten Unterstützung für Menschen im Autismus-Spektrum und ihre Angehörigen.

Zusammenfassung:

Die Diakonie unterstützt Menschen mit Autismus und ihre Angehörigen kostenlos in ihrem Alltag und beim Start in Ausbildung und Beruf. Sie berät auch Fachleute, die mit autistischen Menschen arbeiten, um ihnen besser zu helfen und Krisen zu vermeiden. Landesrätin Prettner lobt diese Angebote, da sie Menschen im Autismus-Spektrum und deren Umfeld stärken. Das fördert Inklusion im täglichen Leben.Autismus ist keine Krankheit, sondern eine Besonderheit in der Entwicklung des Gehirns, die die Informationsverarbeitung beeinflusst. Es gibt viele verschiedene Arten von Autismus, und jeder Mensch mit Autismus ist einzigartig. Manche brauchen viel Unterstützung, andere kommen gut alleine zurecht.Von Januar 2022 bis jetzt gab es über 4.500 Beratungseinheiten für etwa 150 Personen. Derzeit sind 65 Personen in Beratung und Jobcoaching. Kärnten stellt dafür jedes Jahr 183.400 Euro bereit, um diese Programme bis 2028 fortzusetzen. Das unterstützt Inklusion und Chancengleichheit.

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Die Dia­ko­nie unter­stützt Men­schen im Autis­mus-Spek­trum und ihre Ange­hö­ri­gen kos­ten­los in allen Lebens­la­gen – von der All­tags­be­wäl­ti­gung bis zum Ein­stieg in Aus­bil­dung und Beruf. Zusätz­lich wer­den auch Fach­kräf­te aus Päd­ago­gik, Sozi­al­ar­beit und Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen bera­ten und ver­netzt, um den Umgang mit autis­ti­schen Men­schen pro­fes­sio­nell zu beglei­ten und Kri­sen­si­tua­tio­nen früh­zei­tig zu ent­schär­fen. Lan­des­rä­tin Prett­ner, Refe­ren­tin für Chan­cen­gleich­heit, betont, dass die­se Ange­bo­te seit Jah­ren her­vor­ra­gen­de Arbeit leis­ten. „Die­se offe­ne Bera­tungs­struk­tur stärkt nicht nur die Betrof­fe­nen selbst, son­dern auch das gesam­te Umfeld – von Fami­li­en über Schu­len bis zu Arbeit­ge­bern. Damit för­dern wir Inklu­si­on dort, wo sie im All­tag tat­säch­lich gelebt wird“, unter­streicht Prett­ner.

Was ist Autis­mus?

Die Autis­mus-Spek­trum-Stö­rung (ASS) ist eine neu­ro­bio­lo­gi­sche Ent­wick­lungs­be­son­der­heit, kei­ne Krank­heit, die die Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung im Gehirn beein­flusst. Sie betrifft Men­schen jeden Alters und jeder sozia­len Schicht. Der Begriff “Spek­trum” ist dabei essen­zi­ell: Er beschreibt, dass Autis­mus sich in einer gro­ßen Viel­falt unter­schied­li­cher Aus­prä­gun­gen zeigt, ähn­lich den Far­ben eines Regen­bo­gens. Die Merk­ma­le vari­ie­ren stark in Inten­si­tät und Kom­bi­na­ti­on – ins­be­son­de­re in den Berei­chen sozia­le Inter­ak­ti­on, Kom­mu­ni­ka­ti­on und sen­so­ri­sche Emp­find­lich­kei­ten. Es gibt also nicht den Autis­ten; jeder Mensch im Spek­trum ist ein­zig­ar­tig. Man­che benö­ti­gen viel Unter­stüt­zung, ande­re fin­den gut ihren Weg.

4.500 Bera­tun­gen seit Jän­ner 2022

Von Jän­ner 2022 bis dato wur­den über 4.500 Bera­tungs­ein­hei­ten bei rund 150 Per­so­nen durch­ge­führt. Der­zeit befin­den sich 65 Per­so­nen aktiv in der Bera­tung und im Job­coa­ching. Für die Finan­zie­rung der bei­den Pro­jek­te stellt das Land Kärn­ten aus dem Bereich der Chan­cen­gleich­heit jähr­lich 183.400 Euro zur Ver­fü­gung. „Mit der Ver­trags­ver­län­ge­rung schaf­fen wir Pla­nungs­si­cher­heit – sowohl für die Dia­ko­nie als auch für die Men­schen, die von den Bera­tungs- und Coa­chin­g­an­ge­bo­ten pro­fi­tie­ren. Kärn­ten steht klar für geleb­te Inklu­si­on und ech­te Chan­cen­gleich­heit“, so Prett­ner. Der Beschluss sichert die Wei­ter­füh­rung die­ser erfolg­rei­chen Ange­bo­te bis Ende 2028.

Dach­ver­band Öster­rei­chi­sche Autis­ten­hil­fe (ÖAH)
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