Zivilcourage im digitalen Raum: Beim Peer-to-Peer-Projekt #nohate gestalten Jugendliche eigene kreative Beiträge gegen Cybermobbing und Hass im Internet.
Zivilcourage im digitalen Raum: Beim Peer-to-Peer-Projekt #nohate gestalten Jugendliche eigene kreative Beiträge gegen Cybermobbing und Hass im Internet.

© Büro LRin Lagger-Pöllinger

#nohate

Kärnt­ner Jugend­li­che set­zen star­kes Zei­chen gegen Hass im Netz

Peinliche Fotos in Klassengruppen, gezielte Beleidigungen auf Social Media oder digitale Übergriffe: Hass im Netz und Cybermobbing gehören für viele Jugendliche leider zum Alltag. Um dieser Entwicklung entschlossen entgegenzutreten, führt die Gleichbehandlungsstelle des Landes Kärnten in Kooperation mit dem Verein EqualiZ und der Bildungsdirektion das prämierte Peer-to-Peer-Projekt „#nohate – So geht Respekt!“ im Schuljahr 2026/27 fort. Schulklassen ab der 5. Schulstufe sind ab sofort eingeladen, sich anzumelden und aktiv zu Botschaftern für mehr Respekt im digitalen Raum zu werden.

Zusammenfassung:

Die Initiative #nohate ist besonders, weil Jugendliche zusammen mit Experten lernen, wie sie kreativ die digitale Welt nutzen können, um gegen Hass im Internet vorzugehen. Jugendliche sollen Verantwortung übernehmen und Zivilcourage zeigen, um anderen zu helfen. Viele Jugendliche nutzen täglich das Internet, aber fast die Hälfte hat noch nicht genug digitale Fähigkeiten. Das Projekt hilft ihnen, diese Fähigkeiten zu entwickeln. In der Vergangenheit haben Schüler kreative Medienprodukte wie Lieder, Tänze und Videos erstellt, die online bleiben und andere Jugendliche erreichen. Ziel ist es, positive Veränderungen zu fördern und Respekt zu zeigen.

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Das Beson­de­re an der Initia­ti­ve ist der Ansatz von Jugend­li­chen für Jugend­li­che: Unter päd­ago­gi­scher Beglei­tung der Exper­ten von Equa­liZ set­zen sich die Schü­ler mit ihrer digi­ta­len Lebens­welt aus­ein­an­der, reflek­tie­ren das eige­ne Medi­en­ver­hal­ten und gestal­ten eige­ne krea­ti­ve Medi­en­pro­duk­te. „Als betrof­fe­ne Mut­ter und Poli­ti­ke­rin möch­te ich ent­schlos­sen gegen Hass im Netz auf­tre­ten. Ob als Betrof­fe­ne, Täter oder Beob­ach­ter – jeder trägt Ver­ant­wor­tung. #noha­te stärkt Jugend­li­che dar­in, Zivil­cou­ra­ge zu zei­gen und sich für ande­re ein­zu­set­zen“, betont Lan­des­rä­tin Mari­ka Lag­ger-Pöl­lin­ger.

Krea­ti­ve Medi­en­pro­duk­te als nach­hal­ti­ge Bot­schaf­ter gegen Cyber­mob­bing

Dass Auf­klä­rung drin­gen­der nötig ist denn je, bele­gen inter­na­tio­na­le Zah­len des Euro­päi­schen Jugend­fo­rums: Wäh­rend 98 Pro­zent der Jugend­li­chen täg­lich das Inter­net nut­zen und 41 Pro­zent Sozia­le Medi­en als Pri­mär­quel­le für Infor­ma­tio­nen her­an­zie­hen, feh­len 43 Pro­zent grund­le­gen­de digi­ta­le Kom­pe­ten­zen. Equa­liZ-Geschäfts­lei­te­rin Chris­ti­ne Erlach und Susan­ne Ebner (Lei­te­rin der Gleich­be­hand­lungs­stel­le) unter­strei­chen den nach­hal­ti­gen Erfolg des Pro­jekts: In den Vor­jah­ren ent­wi­ckel­ten Klas­sen unter ande­rem eige­ne Songs, Cho­reo­gra­fien, Social-Media-Reels, Sti­cker und Web­sites, die online abruf­bar blei­ben und ande­re Jugend­li­che direkt in ihrer Lebens­welt errei­chen.

#noha­te – So geht Respekt!
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