Landesrat Peter Reichmann vertritt die Interessen der heimischen Mikroelektronik-Branche bei der ECON-Tagung in Irland.
Landesrat Peter Reichmann vertritt die Interessen der heimischen Mikroelektronik-Branche bei der ECON-Tagung in Irland.

© Büro LR Reichmann

Chip-Gesetz 2.0

Kärn­ten kämpft in Euro­pa für Stär­kung der hei­mi­schen Halbleiter­industrie

Kärnten zählt mit Leitbetrieben wie Infineon Technologies Austria und Spitzenforschungseinrichtungen wie den Silicon Austria Labs (SAL) zu den führenden Herzstücken der europäischen Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie. Um die Rahmenbedingungen für den Standort zukunftssicher aufzustellen, vertritt Landesrat Peter Reichmann das Bundesland aktuell bei der Sitzung der Fachkommission für Wirtschaftspolitik (ECON) des Ausschusses der Regionen im irischen Galway. Im Zentrum der Beratungen steht die Stellungnahme der europäischen Regionen zum neu konzipierten EU-Chip-Gesetz 2.0 (European Chips Act).

Zusammenfassung:

Kärnten setzt sich für schnellere Genehmigungen und unbürokratische Finanzierung in der Halbleiterbranche ein. Dies soll der Region Vorteile bringen. Kärnten und seine Partnerregionen wollen nicht nur symbolische Auszeichnungen, sondern auch echte Vorteile für bestehende Standorte, die bereits wichtige Leistungen erbringen.Ein weiteres Ziel Kärntens ist es, das Problem des Fachkräftemangels anzugehen. Die Region fordert EU-Initiativen für Bildungsprogramme im High-Tech-Bereich, besonders für Frauen und Mädchen. Kärnten ist Teil der European Semiconductor Regions Alliance und möchte die europäische Wirtschaftspolitik aktiv mitgestalten. Sie wollen von Anfang an bei Entscheidungen mitreden, nicht nur informiert werden.

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„Schnel­le­re Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren und unbü­ro­kra­ti­sche Finan­zie­rungs­me­cha­nis­men für die Halb­lei­ter­bran­che haben direk­te posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf Kärn­ten“, betont LR Peter Reich­mann. Wäh­rend die geplan­te Aus­zeich­nung als „Exzel­lenz­halb­lei­ter­re­gi­on“ grund­sätz­lich begrüßt wird, for­dert Kärn­ten gemein­sam mit Part­ner­re­gio­nen hand­fes­te Vor­tei­le für bestehen­de Spit­zen­stand­or­te: „Mit einer rei­nen Sym­bo­lik ist es nicht getan. Wir pochen auf eine fai­re Berück­sich­ti­gung unse­rer gewach­se­nen Struk­tu­ren und der hier pro­du­zier­ten Leis­tungs­halb­lei­ter, die für die grü­ne Trans­for­ma­ti­on Euro­pas unver­zicht­bar sind.“

Euro­päi­sche Indus­trie­po­li­tik aktiv aus Sicht der Regio­nen mit­ge­stal­ten

Ein wei­te­rer Schwer­punkt der Kärnt­ner Vor­stö­ße liegt auf der geziel­ten Bekämp­fung des Fach­kräf­te­man­gels. Über Ände­rungs­an­trä­ge for­dern die Regio­nen ver­bind­li­che EU-Initia­ti­ven für Aus- und Wei­ter­bil­dungs­pro­gram­me im High-Tech-Sek­tor – mit einem beson­de­ren Fokus auf die Mobi­li­sie­rung von Frau­en und Mäd­chen. Als akti­ves Mit­glied der Euro­pean Semi­con­duc­tor Regi­ons Alli­ance (ESRA), der mitt­ler­wei­le 43 Regio­nen aus 14 EU-Staa­ten ange­hö­ren, ver­leiht Kärn­ten sei­nen Anlie­gen Nach­druck. Reich­mann unter­streicht: „Kärn­ten will in Brüs­sel nicht nur über Beschlüs­se infor­miert wer­den, son­dern die euro­päi­sche Wirt­schafts- und Indus­trie­po­li­tik von Beginn an aktiv mit­ge­stal­ten.“

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