Eröffneten das Behandlungszentrum: Landesrätin Beate Prettner, Maximilian Miggitsch (ÖGK), Günther Nagele und Dermatologin Lucia Oberleitner (von links)
Eröffneten das Behandlungszentrum: Landesrätin Beate Prettner, Maximilian Miggitsch (ÖGK), Günther Nagele und Dermatologin Lucia Oberleitner (von links)

© Büro LR.in Prettner

Gesundheitswesen

„Check­point sexu­el­le Gesund­heit“ eröff­net

Mit dem 1. Juli 2026 hat Kärnten einen zentralen Meilenstein in der Gesundheitsversorgung gesetzt: Der „Checkpoint sexuelle Gesundheit“ in der Klagenfurter Bahnhofstraße (ehemals Aidshilfe Kärnten) hat offiziell seinen erweiterten Betrieb als umfassendes Behandlungs- und Kompetenzzentrum aufgenommen. Als erst zweites Bundesland nach Wien bietet Kärnten damit Beratung, anonyme Testungen, präzise Diagnostik und die medizinisch-therapeutische Behandlung inklusive Rezepturrecht direkt unter einem Dach an. Das zukunftsweisende Projekt reagiert entschlossen auf den europaweiten, besorgniserregenden Wiederanstieg von sexuell übertragbaren Infektionen (STIs) wie Gonorrhö, Syphilis und Chlamydien.

Zusammenfassung:

Viele Menschen hatten bisher Angst oder schämten sich, bei einer vermuteten Infektion ins Krankenhaus zu gehen. Deshalb wurden Behandlungen oft verschoben oder nicht begonnen. Ein neues Angebot soll das ändern: Die meisten Patienten können künftig direkt im Checkpoint behandelt werden, ohne ins Krankenhaus zu müssen. Das entlastet das Klinikum Klagenfurt. Ziel ist es, Infektionen schnell zu stoppen und die Behandlungen zu verbessern.Der Checkpoint bietet nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch Unterstützung für die Psyche. An zwei Tagen pro Woche werden über 2000 Kontakte pro Jahr bearbeitet. Die medizinischen Leistungen können einfach über die eCard genutzt werden. Die Kosten für den Umbau und das zusätzliche Personal werden von der Österreichischen Gesundheitskasse und dem Kärntner Gesundheitsfonds übernommen. Insgesamt stehen 140.000 Euro im Jahr 2026 und danach stabile 60.000 Euro jährlich zur Verfügung. Ein Tag der offenen Tür bot der Bevölkerung die Möglichkeit, die neuen Angebote kennenzulernen.

Dies ist ein automatisch generierter Text.

„Die Hür­de, wegen einer ver­mu­te­ten Infek­ti­on aus Angst oder Scham eine Kran­ken­haus­am­bu­lanz auf­zu­su­chen, war für vie­le Betrof­fe­ne bis­her schlicht­weg zu hoch. Das führ­te oft dazu, dass Behand­lun­gen ver­schleppt oder gar nicht erst begon­nen wur­den“, erklär­te Gesund­heits­lan­des­rä­tin Bea­te Prett­ner im Rah­men der Prä­sen­ta­ti­on. Durch das neue Ange­bot fällt die­ser Gang ins Spi­tal für die aller­meis­ten Pati­en­ten künf­tig weg. Exper­ten rech­nen damit, dass rund acht von zehn Betrof­fe­nen direkt im Check­point abschlie­ßend ver­sorgt wer­den kön­nen, was das Kli­ni­kum Kla­gen­furt mas­siv ent­las­tet. Das obers­te Ziel der Reform ist das sofor­ti­ge Unter­bre­chen von Infek­ti­ons­ket­ten, eine deut­lich höhe­re Behand­lungs­treue durch den Abbau büro­kra­ti­scher Bar­rie­ren sowie ein prä­zi­se­res, anony­mi­sier­tes epi­de­mio­lo­gi­sches Moni­to­ring der lücken­haf­ten öster­rei­chi­schen Daten­la­ge.

Ganz­heit­li­ches Kon­zept: Medi­zin und psy­cho­so­zia­le Bera­tung Hand in Hand

Das Kom­pe­tenz­zen­trum fun­giert als ech­ter „Best Point of Ser­vice“, wie Check­point-Lei­ter Gün­ther Nage­le und die behan­deln­de Der­ma­to­lo­gin Lucia Ober­leit­ner beto­nen. An zwei fixen medi­zi­ni­schen Öff­nungs­ta­gen pro Woche ist das Team künf­tig dar­auf aus­ge­rich­tet, über 2.000 Kon­tak­te pro Jahr pro­fes­sio­nell abzu­wi­ckeln. Die medi­zi­ni­schen Leis­tun­gen kön­nen unkom­pli­ziert und dis­kret über die eCard abge­ru­fen wer­den. Die Finan­zie­rung steht dabei auf finan­zi­ell soli­den Bei­nen: Wäh­rend die Öster­rei­chi­sche Gesund­heits­kas­se (ÖGK) die ärzt­li­chen Leis­tun­gen über­nimmt, trägt der Kärnt­ner Gesund­heits­fonds (KGF) die Inves­ti­ti­ons­kos­ten für den bar­rie­re­frei­en Umbau sowie das zusätz­li­che nicht­ärzt­li­che Per­so­nal. Im lau­fen­den Jahr 2026 wer­den dafür – inklu­si­ve der bau­li­chen Adap­tie­run­gen – rund 140.000 Euro in die Hand genom­men, ab 2027 belau­fen sich die lau­fen­den jähr­li­chen Kos­ten auf sta­bi­le 60.000 Euro. Ein gut besuch­tes „Open House“ bot der Bevöl­ke­rung bereits die Gele­gen­heit, sich vor­ab ein Bild vom erwei­ter­ten Leis­tungs­spek­trum zu machen.

Check­point sexu­el­le Gesund­heit
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