Praxisluft schnuppern: 20 motivierte Teilnehmer starten im Juli in den zwölfwöchigen Baustellenalltag des Projekts „Handwerk verbindet“.
Praxisluft schnuppern: 20 motivierte Teilnehmer starten im Juli in den zwölfwöchigen Baustellenalltag des Projekts „Handwerk verbindet“.

© WKK/Horst

Fachkräfte von morgen

“Hand­werk ver­bin­det” Vor­zei­ge­pro­jekt star­tet in die drit­te Run­de

Nach den erfolgreichen Schnuppertagen der vergangenen Woche fällt im Juli der offizielle Startschuss für den mittlerweile dritten Durchgang des Kärntner Integrationsprojekts „Handwerk verbindet“. Insgesamt 20 Teilnehmer erhalten die Chance, zwölf Wochen lang intensiv in den echten Baustellenalltag einzutauchen. Die praxisnahe Initiative verknüpft gezielten Spracherwerb mit handwerklicher Qualifizierung und betrieblicher Praxis. Damit baut das Land Kärnten gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk eine wichtige Brücke, um Menschen mit nicht-deutscher Erstsprache eine langfristige berufliche Perspektive zu bieten und gleichzeitig der Baubranche wertvolle Arbeitskräfte zu sichern.

Zusammenfassung:

In Kärnten gibt es ein Programm, das Menschen bei der Ausbildung und Arbeitssuche unterstützt. Das Projekt fördert Integration und hilft, Fachkräfte zu entwickeln. Es dauert zwölf Wochen und wird von der Kärntner Volkshochschule und dem Österreichischen Integrationsfonds organisiert. Das Programm bietet nicht nur handwerkliche Kenntnisse, sondern auch berufsspezifische Sprachkurse an. Es hilft Teilnehmern, im Arbeitsalltag sicher zu kommunizieren und Anweisungen zu verstehen.Das Projekt arbeitet mit starken Partnern zusammen, wie zum Beispiel dem Land Kärnten, der Wirtschaftskammer und der Gewerkschaft. Ziel ist es, den Teilnehmern einen langfristigen Arbeitsplatz in der Baubranche zu sichern. Nach dem Programm sollen sie gut in die regionale Bauwirtschaft integriert sein. Experten sehen den Übergang vom Kurs in die Unternehmen als sehr wichtig an. Das Ziel ist es, aus Praktikanten engagierte Lehrlinge zu machen, die dauerhaft in der Branche arbeiten.

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„Jeder Mensch, der in Kärn­ten eine Aus­bil­dung beginnt, Arbeit fin­det und sich eine Zukunft auf­bau­en kann, ist ein Gewinn für unser Land. Das Pro­jekt zeigt ein­drucks­voll, wie Inte­gra­ti­on und Fach­kräf­te­ent­wick­lung erfolg­reich zusam­men­wir­ken kön­nen“, betont Lan­des­haupt­mann und Inte­gra­ti­ons­re­fe­rent Dani­el Fell­ner. Das zwölf­wö­chi­ge Pro­gramm ist bewusst ganz­heit­lich auf­ge­baut: Neben dem Ken­nen­ler­nen zen­tra­ler hand­werk­li­cher Abläu­fe und Begrif­fe steht die berufs­be­zo­ge­ne Sprach­för­de­rung im Fokus. Gelei­tet von den Kärnt­ner Volks­hoch­schu­len (VHS) und dem Öster­rei­chi­schen Inte­gra­ti­ons­fonds (ÖIF), soll der Deutsch­un­ter­richt vor allem Sicher­heit im Arbeits­all­tag ver­mit­teln – sei es beim Ver­ste­hen von Sicher­heits- und Arbeits­an­wei­sun­gen oder bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on im Team.

Nach­hal­ti­ge Qua­li­fi­zie­rung statt kurz­fris­ti­ger Beschäf­ti­gung

Der nach­hal­ti­ge Erfolg des Pro­jekts fußt auf einem engen Schul­ter­schluss star­ker Part­ner – dar­un­ter das Land Kärn­ten, das AMS, die Lan­des­in­nung Bau, die Wirt­schafts­kam­mer (WKS), das Insti­tut für Arbeits­mi­gra­ti­on sowie die Gewerk­schaft Bau-Holz. Wirt­schafts­kam­mer-Prä­si­dent Jür­gen Man­dl sieht den direk­ten Über­gang vom Kurs­raum in die Betrie­be als zen­tra­len Hebel zur früh­zei­ti­gen Gewin­nung von Fach­kräf­ten. Auch AMS-Lan­des­ge­schäfts­füh­rer Peter Wede­nig unter­streicht, dass eine dau­er­haf­te Inte­gra­ti­on am Arbeits­markt neben der Moti­va­ti­on der Teil­neh­mer vor allem pro­fes­sio­nel­le Ori­en­tie­rung, Beglei­tung und enge Koope­ra­tio­nen mit den Unter­neh­men erfor­dert. Über die BAU­Aka­de­mie Kärn­ten und den Lehr­bau­hof führt der Weg für die 20 Teil­neh­mer direkt hin­ein in die regio­na­le Bau­wirt­schaft. Für Lan­des­in­nungs­meis­ter Robert Rau­ter und Gewerk­schafts­chef Diet­mar Stie­ger ist das erklär­te Ziel erreicht, wenn aus dem rein­schnup­pern­den Prak­ti­kan­ten ein begeis­ter­ter Lehr­ling wird, der lang­fris­tig in der Bran­che ver­bleibt.

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