Bei der dualen Ausbildung soll gespart werden, obwohl sie als besonders effektiv, kostengünstig und zukunftssicher gilt.
Bei der dualen Ausbildung soll gespart werden, obwohl sie als besonders effektiv, kostengünstig und zukunftssicher gilt.

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Weitreichende Folgen:

WK Kärn­ten warnt vor Kür­zun­gen bei Lehrstellen­förderung

Die geplanten Kürzungen bei den Förderungen für die duale Ausbildung durch die neue Bundesregierung sind ein alarmierendes Zeichen. WK-Präsident Mandl übt scharfe Kritik und fordert die Politik mit Nachdruck auf, gegenzusteuern.

Zusammenfassung:

Investitionen in die Ausbildung von Lehrlingen sind wichtig für die Zukunft. Wenn wir jetzt bei der Ausbildung sparen, haben wir später Nachteile, sagt WK-Präsident Jürgen Mandl. In Zeiten, in denen es an Fachkräften mangelt, sollte nicht bei der dualen Ausbildung gespart werden, da sie als effektiv und günstig gilt. Die duale Ausbildung kostet weniger als andere Ausbildungsformen und führt schnell zur Festanstellung. Trotzdem ist das Budget für die Förderung der Lehrstellen seit Jahren begrenzt. Für 2025 fehlen 36,5 Millionen Euro, was zu einem Rückgang der betrieblichen Lehrstellen führen könnte. Mandl fordert, dass die neue Regierung die Gelder für die Lehrstellenförderung erhöht.

Dies ist ein automatisch generierter Text.

„Inves­ti­tio­nen in die Lehr­aus­bil­dung sind Inves­ti­tio­nen in die Zukunft. Wer heu­te kürzt, zahlt mor­gen dop­pelt“, warnt WK-Prä­si­dent Jür­gen Man­dl. In einer wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zeit, in der Unter­neh­men stark unter dem Fach­kräf­te­man­gel lei­den, soll aus­ge­rech­net bei der dua­len Aus­bil­dung gespart wer­den – obwohl sie als beson­ders effek­tiv, kos­ten­güns­tig und zukunfts­si­cher gilt. Für Man­dl kom­plett unver­ständ­lich: „Die betrieb­li­che Aus­bil­dung ist ein Erfolgs­mo­dell, um das Öster­reich inter­na­tio­nal benei­det wird. Wir for­dern von der neu­en Bun­des­re­gie­rung eine sofor­ti­ge Auf­sto­ckung der Lehr­stel­len­för­de­rung, um die dua­le Aus­bil­dung und damit den Fach­kräf­te­be­darf lang­fris­tig zu sichern.“

Zah­len bele­gen Erfolg

Die dua­le Aus­bil­dung ist im Bil­dungs­sys­tem die bei wei­tem kos­ten­güns­tigs­te Aus­bil­dung mit durch­schnitt­lich 7.688 Euro an öffent­li­chen Aus­ga­ben pro Jahr – dem ste­hen Ein­nah­men der öffent­li­chen Hand in Höhe von 4.111 pro Lehr­ling an SV-Bei­trä­gen und Lohn­steu­er gegen­über. De fac­to kos­tet ein Lehr­ling somit real 3.577 Euro. In der über­be­trieb­li­chen Aus­bil­dung lie­gen die Kos­ten bei 23.039 Euro. Man­dl: „78 Pro­zent der Lehr­ab­sol­ven­ten haben bereits 18 Mona­te nach Aus­bil­dungs­en­de eine fes­te Anstel­lung – ein Spit­zen­wert im Ver­gleich zu ande­ren Bil­dungs­we­gen. Zudem haben 20 Pro­zent der Füh­rungs­kräf­te und ein Groß­teil der Selbst­stän­di­gen in Öster­reich mit einer Leh­re den Grund­stein für ihre Kar­rie­re gelegt.“ Trotz die­ser Erfol­ge ist das Bud­get für die Lehr­stel­len­för­de­rung seit Jah­ren gede­ckelt. Für 2025 feh­len 36,5 Mil­lio­nen Euro. Ohne die­se Mit­tel droht ein Rück­gang der betrieb­li­chen Lehr­stel­len und eine Zunah­me der teu­ren über­be­trieb­li­chen Aus­bil­dungs­plät­ze.

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