Fachtagung der AVS-Drogenambulanzen: Gottlieb Türk (Leiter des Landeskriminalamtes), AVS-Fachbereichsleiterin Claudia Scheiber, Landesrätin Beate Prettner, AVS-GF Klaus Harter, Stadträtin Sylvia Greiler, Guido Schützelhofer (Landeskriminalamt) und Kärntens Suchtkoordinatorin Eva Maria Adlmann
Fachtagung der AVS-Drogenambulanzen: Gottlieb Türk (Leiter des Landeskriminalamtes), AVS-Fachbereichsleiterin Claudia Scheiber, Landesrätin Beate Prettner, AVS-GF Klaus Harter, Stadträtin Sylvia Greiler, Guido Schützelhofer (Landeskriminalamt) und Kärntens Suchtkoordinatorin Eva Maria Adlmann

© Büro LR.in Prettner

Suchthilfe

10 Jah­re AVS-Dro­gen­am­bu­lanz Kla­gen­furt

Seit nunmehr zehn Jahren leistet die AVS-Drogenambulanz Klagenfurt als unverzichtbarer Anker der Kärntner Gesundheitslandschaft professionelle und niederschwellige Hilfe für suchtkranke Menschen. Anlässlich dieses Jubiläums fand im Fuchspalast St. Veit an der Glan die Fachtagung „Sehnsucht und Wirklichkeit 4.0“ statt. Gesundheitslandesrätin Beate Prettner würdigte im Rahmen der Tagung die Arbeit der rund 30 Mitarbeiter, die mittlerweile bis zu 1.000 Klienten betreuen: „Sucht ist eine Erkrankung, bei der wir keinesfalls wegschauen dürfen. Wir müssen Betroffene dort abholen, wo sie stehen, und möglichst früh konkrete Hilfe anbieten.“

Zusammenfassung:

In Kärnten gibt es neue Angebote für Menschen, die Probleme mit Drogen haben. Es gibt zum Beispiel ein spezielles Programm für schwangere Frauen, die Drogen verwenden, und ihre Kinder. Dabei arbeiten Ärzte und Kinderstationen zusammen. Es gibt auch eine Ambulanz nur für Jugendliche und junge Erwachsene. Es ist wichtig, dass man früh hilft, wenn junge Menschen Drogen nehmen oder psychische Probleme haben. Die Fachleute sagen, dass das Drogenproblem sich ändert. Viele nehmen verschiedene Drogen zusammen oder neue, synthetische Drogen, die man oft im Internet kaufen kann. In der Drogenambulanz in Klagenfurt gibt es moderne Hilfe, zum Beispiel Mittel, damit niemand an einer Überdosis stirbt, und Tests für die Drogenqualität. Es gibt auch besondere Behandlungen, die beim Entzug helfen. Die Leiterin sagt, dass Vorbeugung, Beratung und Behandlung gut zusammenarbeiten müssen, damit die Hilfe gut wirkt.

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In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­den die Ver­sor­gungs­an­ge­bo­te ziel­ge­rich­tet erwei­tert. Zu den weg­wei­sen­den Kärnt­ner Errun­gen­schaf­ten zäh­len ein lan­des­weit ein­zig­ar­ti­ges Begleit­pro­gramm für sucht­mit­tel­kon­su­mie­ren­de Schwan­ge­re und ihre Kin­der – umge­setzt in Koope­ra­ti­on mit der Kin­der­ab­tei­lung des Kli­ni­kums Kla­gen­furt – sowie eine spe­zia­li­sier­te Ambu­lanz für Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne. „Gera­de im Jugend­al­ter zählt jeder frü­he Kon­takt. Wenn wir ers­te Kon­sum­er­fah­run­gen oder psy­chi­sche Über­las­tun­gen recht­zei­tig wahr­neh­men, kön­nen wir ziel­ge­rich­tet gegen­steu­ern“, unter­strich Prett­ner.

Prä­ven­ti­on und medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung müs­sen Hand in Hand gehen

Die Fach­ta­gung mach­te jedoch auch deut­lich, dass sich das Kon­sum­ver­hal­ten rasch ver­än­dert. AVS-Fach­be­reichs­lei­te­rin Clau­dia Schei­ber wies auf die zuneh­men­den Gefah­ren hin: „Der Kon­sum wird ris­kan­ter; wir ver­zeich­nen mehr Misch­kon­sum sowie den ver­stärk­ten Ein­satz syn­the­ti­scher Sub­stan­zen, die oft leicht über das Inter­net bezo­gen wer­den.“ Als Ant­wort dar­auf bie­tet die AVS-Dro­gen­am­bu­lanz moder­ne Maß­nah­men wie Naloxon zur Ver­hin­de­rung töd­li­cher Über­do­sie­run­gen, Drug Che­cking zur Sub­stanz­ana­ly­se sowie NADA-Ohr­aku­punk­tur zur Ent­zugs­un­ter­stüt­zung an. Lan­des­rä­tin Prett­ner beton­te abschlie­ßend, dass Prä­ven­ti­on, Bera­tung und medi­zi­ni­sche Behand­lung auch künf­tig Hand in Hand gehen müs­sen.

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