Yvonne Schmidt von 5 min
Mag. Yvonne Schmid-Berger blickt im Interview zurück: Von der Gründung von 5 Minuten zu einer festen Größe in der österreichischen Medienlandschaft.

© Marta Gillner Photography

10 Jahre 5 Minuten

Ein Kärnt­ner Medi­en­pro­jekt fei­ert Jubi­lä­um

Was vor einem Jahrzehnt als mutiges regionales Projekt in Villach begann, hat sich zu einer festen Größe in der österreichischen Medienlandschaft entwickelt. Das News Portal 5 Minuten feiert sein 10-jähriges Bestehen.

Zusammenfassung:

Yvonne Schmid-Berger ist die Gründerin und Geschäftsführerin von www.5min.at. Sie startete das Projekt vor zehn Jahren in Villach, weil sie den Menschen in Kärnten mit kostenlosen Informationen helfen und sie unterhalten wollte. Am Anfang wollte Yvonne als Journalistin arbeiten, aber nach vielen Absagen entschied sie, ihr eigenes Projekt zu gründen. Heute ist sie stolz darauf, dass 5min.at viele Leser hat und weiter wächst.Yvonne achtet darauf, dass in ihrem Unternehmen viele Frauen arbeiten, weil sie glaubt, dass Frauen wichtig für den Erfolg sind. Ihr Führungsstil schätzt Fehler, um daraus zu lernen und sich zu verbessern. Sie legt großen Wert auf ein gutes Arbeitsumfeld und dass sich alle Mitarbeiter wohlfühlen.In zehn Jahren möchte Yvonne 5min.at weiter ausbauen und flexibel auf neue Veränderungen reagieren. 5min.at hat hohe Qualitätsstandards erreicht und erhält dafür Anerkennung. Yvonne ist stolz auf das Team und den Erfolg. Ihr Rat an ihr jüngeres Ich wäre, keine Angst vor Fehlern zu haben, denn aus diesen kann man lernen und wachsen.

Dies ist ein automatisch generierter Text.

Grün­de­rin und Geschäfts­füh­re­rin von www.5min.at, Mag. Yvonne Schmid-Ber­ger, blickt im Inter­view zurück auf die Anfän­ge, spricht über die bewuss­te Ent­schei­dung für eine hohe Frau­en­quo­te und ver­rät, war­um eine offe­ne Feh­ler­kul­tur für sie das Fun­da­ment des Erfolgs ist.

Vor 10 Jah­ren fiel der Start­schuss in Vil­lach. Was war damals der ent­schei­den­de Moment, in dem Sie wuss­ten: Die Regi­on braucht genau die­ses For­mat?

Mag. Yvonne Schmid-Ber­ger: Eine gro­ße Lie­be zu Kärn­ten und den Men­schen, die hier leben. Mein Ziel war es, ein Pro­jekt zu gestal­ten, das Men­schen mit Infor­ma­tio­nen hilft, unter­hält und kos­ten­los ver­füg­bar ist.

Hat­ten Sie damals schon die Visi­on, dass aus einem regio­na­len Pro­jekt ein Por­tal mit Mil­lio­nen Sei­ten­auf­ru­fen wer­den wür­de?

Das ist etwas, das mich heu­te noch sehr fas­zi­niert. Wäh­rend mei­nes Stu­di­ums der Publi­zis­tik woll­te ich unbe­dingt einen Arbeits­platz als Jour­na­lis­tin ergat­tern. Nach unzäh­li­gen Absa­gen dach­te ich mir, was solls, dann gestal­te ich eben selbst ein publi­zis­ti­sches Pro­jekt. Dass wir zehn Jah­re spä­ter in etwa 35 Mit­ar­bei­te­rIn­nen in drei Regio­nen ange­stellt haben wer­den und das Pro­jekt wei­ter wächst, macht mich sehr stolz.

5 Minu­ten zeich­net sich durch eine auf­fal­lend hohe Frau­en­quo­te aus. War das eine bewuss­te stra­te­gi­sche Ent­schei­dung oder hat sich die­se ent­wi­ckelt?

Es ist eine bewuss­te Ent­schei­dung. Frau­en sind nach­weis­lich für den Erfolg eines Unter­neh­mens aus­schlag­ge­bend und nach wie vor in mei­ner Bran­che unter­be­setzt. Medi­en sind Män­ner­do­mi­niert. Es ist mir per­sön­lich eine gro­ße Freu­de und ich bin stolz dar­auf, dass wir eine Frau­en­quo­te haben, die im Schnitt bei 80 Pro­zent liegt.

Wie wür­den Sie Ihren Füh­rungs­stil beschrei­ben, der das Team von der Grün­dung bis heu­te zusam­men­ge­hal­ten hat?

Eini­ge Mit­ar­bei­te­rIn­nen sind seit Ent­ste­hung, also fast zehn Jah­re lang, fes­ter Bestand­teil des Unter­neh­mens. Feh­ler dür­fen pas­sie­ren und es ist wich­tig die­se ste­tig zu reflek­tie­ren. Was läuft nicht so gut und was neh­men wir für die Zukunft an Ver­bes­se­run­gen mit? Die­ser Feh­ler­kul­tur, sowie viel Wert­schät­zung inner­halb des Unter­neh­mens sor­gen für einen sta­bi­len Team­zu­sam­men­halt – für mich die wert­volls­te Basis für ein erfolg­rei­ches Pro­jekt.

Was bedeu­tet es für Sie per­sön­lich, seit einem Jahr­zehnt als Frau an der Spit­ze eines  Medi­en­un­ter­neh­mens zu ste­hen?

Ich bin sehr stolz dar­auf. Auf mein Team, auf die Leser­schaft und auf Kun­dIn­nen. Nach wie vor gibt es nur weni­ge Frau­en an der Spit­ze öster­rei­chi­scher Medi­en.

Wo sehen Sie sich mit ihrem Team in den nächs­ten zehn Jah­ren?

Ich den­ke, wir wer­den die Regio­nen, die mit 5 Minu­ten News ver­sorgt wer­den, wei­ter aus­ge­baut haben. Die stra­te­gi­schen Ent­schei­dun­gen dafür sind bereits gefällt, viel mehr kann ich dazu aber aktu­ell noch nicht ver­ra­ten.

Wird die Expan­si­on in wei­te­re Bun­des­län­der in den nächs­ten Jah­ren vor­an­ge­trie­ben?

Aus heu­ti­ger Sicht ja. Aller­dings bin ich in einer sich rasant ändern­den Bran­che tätig. Was heu­te Bestand hat, kann sich mor­gen, wie wir am Bei­spiel KI gese­hen haben, sehr schnell ändern. Die­se Medi­en Dis­rup­ti­on macht es not­wen­dig, mit 5 Minu­ten fle­xi­bel zu blei­ben und Ent­schei­dun­gen an inno­va­ti­ven Ver­än­de­run­gen zu kop­peln.

Wel­cher Mei­len­stein in der Fir­men­ge­schich­te macht Sie am meis­ten stolz?

Beson­ders stolz macht mich die Top­aus­zeich­nung von News Guard — bei Qua­li­täts­stan­dards hat die 5 Minu­ten Redak­ti­on den Höchst­wert 100 von 100 Punk­ten erreicht. Ein wei­te­rer Mei­len­stein ist auch die Aus­zeich­nung, dass wir för­de­rungs­wür­dig im Bereich Qua­li­täts­jour­na­lis­mus sind. Wir haben vor vier Jah­ren das ers­te Mal eine För­de­rung erhal­ten, die wie­der­um in die Anstel­lung und Aus­bil­dung von Jour­na­lis­tIn­nen fließt.

Wenn Sie heu­te der Yvonne von vor 10 Jah­ren einen Rat geben könn­ten, wel­cher wäre das?

Kei­ne Angst vor Fehl­ent­schei­dun­gen zu haben. Rück­schlä­ge sind nor­mal. Feh­ler wer­den pas­sie­ren. Das sind Gele­gen­hei­ten zu ler­nen und zu wach­sen. Es gibt nichts, was man nicht schaf­fen kann.

Kos­ten­lo­se Regio­na­le Nach­rich­ten
Wei­te­re Infos
Seit 10 Jah­ren beglei­tet 5 min vie­le Men­schen durch den Tag – und zum Jubi­lä­um macht sich 5 min über die LED Walls von moni­tor­wer­bung noch sicht­ba­rer.

© moni­tor­wer­bung

Weitere Themen