
© Marta Gillner Photography
10 Jahre 5 Minuten
Ein Kärntner Medienprojekt feiert Jubiläum
Zusammenfassung:
Dies ist ein automatisch generierter Text.
Gründerin und Geschäftsführerin von www.5min.at, Mag. Yvonne Schmid-Berger, blickt im Interview zurück auf die Anfänge, spricht über die bewusste Entscheidung für eine hohe Frauenquote und verrät, warum eine offene Fehlerkultur für sie das Fundament des Erfolgs ist.
Vor 10 Jahren fiel der Startschuss in Villach. Was war damals der entscheidende Moment, in dem Sie wussten: Die Region braucht genau dieses Format?
Mag. Yvonne Schmid-Berger: Eine große Liebe zu Kärnten und den Menschen, die hier leben. Mein Ziel war es, ein Projekt zu gestalten, das Menschen mit Informationen hilft, unterhält und kostenlos verfügbar ist.
Hatten Sie damals schon die Vision, dass aus einem regionalen Projekt ein Portal mit Millionen Seitenaufrufen werden würde?
Das ist etwas, das mich heute noch sehr fasziniert. Während meines Studiums der Publizistik wollte ich unbedingt einen Arbeitsplatz als Journalistin ergattern. Nach unzähligen Absagen dachte ich mir, was solls, dann gestalte ich eben selbst ein publizistisches Projekt. Dass wir zehn Jahre später in etwa 35 MitarbeiterInnen in drei Regionen angestellt haben werden und das Projekt weiter wächst, macht mich sehr stolz.
5 Minuten zeichnet sich durch eine auffallend hohe Frauenquote aus. War das eine bewusste strategische Entscheidung oder hat sich diese entwickelt?
Es ist eine bewusste Entscheidung. Frauen sind nachweislich für den Erfolg eines Unternehmens ausschlaggebend und nach wie vor in meiner Branche unterbesetzt. Medien sind Männerdominiert. Es ist mir persönlich eine große Freude und ich bin stolz darauf, dass wir eine Frauenquote haben, die im Schnitt bei 80 Prozent liegt.
Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben, der das Team von der Gründung bis heute zusammengehalten hat?
Einige MitarbeiterInnen sind seit Entstehung, also fast zehn Jahre lang, fester Bestandteil des Unternehmens. Fehler dürfen passieren und es ist wichtig diese stetig zu reflektieren. Was läuft nicht so gut und was nehmen wir für die Zukunft an Verbesserungen mit? Dieser Fehlerkultur, sowie viel Wertschätzung innerhalb des Unternehmens sorgen für einen stabilen Teamzusammenhalt – für mich die wertvollste Basis für ein erfolgreiches Projekt.
Was bedeutet es für Sie persönlich, seit einem Jahrzehnt als Frau an der Spitze eines Medienunternehmens zu stehen?
Ich bin sehr stolz darauf. Auf mein Team, auf die Leserschaft und auf KundInnen. Nach wie vor gibt es nur wenige Frauen an der Spitze österreichischer Medien.
Wo sehen Sie sich mit ihrem Team in den nächsten zehn Jahren?
Ich denke, wir werden die Regionen, die mit 5 Minuten News versorgt werden, weiter ausgebaut haben. Die strategischen Entscheidungen dafür sind bereits gefällt, viel mehr kann ich dazu aber aktuell noch nicht verraten.
Wird die Expansion in weitere Bundesländer in den nächsten Jahren vorangetrieben?
Aus heutiger Sicht ja. Allerdings bin ich in einer sich rasant ändernden Branche tätig. Was heute Bestand hat, kann sich morgen, wie wir am Beispiel KI gesehen haben, sehr schnell ändern. Diese Medien Disruption macht es notwendig, mit 5 Minuten flexibel zu bleiben und Entscheidungen an innovativen Veränderungen zu koppeln.
Welcher Meilenstein in der Firmengeschichte macht Sie am meisten stolz?
Besonders stolz macht mich die Topauszeichnung von News Guard — bei Qualitätsstandards hat die 5 Minuten Redaktion den Höchstwert 100 von 100 Punkten erreicht. Ein weiterer Meilenstein ist auch die Auszeichnung, dass wir förderungswürdig im Bereich Qualitätsjournalismus sind. Wir haben vor vier Jahren das erste Mal eine Förderung erhalten, die wiederum in die Anstellung und Ausbildung von JournalistInnen fließt.
Wenn Sie heute der Yvonne von vor 10 Jahren einen Rat geben könnten, welcher wäre das?
Keine Angst vor Fehlentscheidungen zu haben. Rückschläge sind normal. Fehler werden passieren. Das sind Gelegenheiten zu lernen und zu wachsen. Es gibt nichts, was man nicht schaffen kann.
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Weitere Infos- Erstellt: 02.03.2026 16:05
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