Furio Benussi
Segellegende Furio Benussi (rechts) prägt mit seiner Maxi-Yacht ARCA SGR seit Jahren die großen Regatten der Welt

© Martina Orsini

Segel-Legende

Furio Benus­si im Inter­view

Der Triestiner Furio Benussi gehört zu den herausragendsten Seglern unserer Zeit. Wir trafen ihn zum exklusiven Gespräch über Leidenschaft, Nachhaltigkeit und darüber, warum Wind und Meer für ihn mehr als nur Naturkräfte sind.

Zusammenfassung:

Furio Benussi ist ein berühmter Segler, der an der Adria aufwuchs. Schon als Kind war er sehr talentiert im Segeln und wusste viel über Wind, Wellen und Strömungen. Diese Fähigkeiten halfen ihm, eine erfolgreiche Karriere im Segelsport zu starten.Benussi gilt als sehr guter Stratege, der auch in stressigen Situationen ruhig bleibt. Er arbeitet gerne im Team und möchte mit seinem Projekt Fast and Furio Young die nächste Generation junger Segler fördern.Furio Benussi sagt, dass man Wind und Meer mit Respekt behandeln muss. Sie sind ein wichtiger Teil seines Lebens.Benussi begann schon als Kind mit dem Segeln. Sein Vater nahm ihn und seinen Bruder oft mit auf das Segelboot. Heute ist das Segeln nicht nur sein Beruf, sondern auch seine Leidenschaft.Er liebt es, mit Familie oder Freunden zu segeln, weil er dann keine Wettkämpfe hat und einfach nur die Natur genießen kann.Seine Yacht ARCA SGR war früher ein Wrack, aber durch viel Arbeit und Unterstützung von Sponsoren wurde sie wieder zu einem der schnellsten und nachhaltigsten Boote der Welt.Sponsoren zu finden, ist nicht einfach. Aber Unternehmen interessieren sich heute mehr für Projekte, die Werte wie Nachhaltigkeit betonen.Ein besonderes Erlebnis für Benussi war die Barcolana-Regatta. Der Start und der Zieleinlauf sind die aufregendsten Momente. Besonders der Zieleinlauf in seiner Heimatstadt Triest ist unvergesslich.Für Benussi ist Segeln mehr als ein Sport – es ist Leidenschaft und Berufung.

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Auf­ge­wach­sen an der Adria zeig­te Furio Benus­si schon in jun­gen Jah­ren eine sel­te­ne Mischung aus tech­ni­scher Prä­zi­si­on, Mut und einer fast intui­ti­ven Les­art der Ele­men­te: Wind, Strö­mung, Wel­len­bild. Die­ses fei­ne Gespür leg­te den Grund­stein für eine außer­ge­wöhn­li­che Kar­rie­re. Sein Weg führ­te ihn durch natio­na­le Meis­ter­schaf­ten, inter­na­tio­na­le Rang­lis­ten und schließ­lich zu Spit­zen­plät­zen in größ­ten Regat­ten der Welt. Benus­si gilt als Stra­te­ge mit unglaub­li­chem Timing, tech­ni­scher Raf­fi­nes­se und ruhi­ger Füh­rungs­qua­li­tät, die auch in Druck­si­tua­tio­nen Klar­heit bewahrt. Gleich­zei­tig ist er Team­play­er und Visio­när, der mit sei­nem Pro­jekt „Fast and Furio Young“ die nächs­te Gene­ra­ti­on för­dern will.

Der legen­dä­re ita­lie­ni­sche Geschäfts­mann und Seg­ler Gian­ni Agnel­li sag­te ein­mal: „Ich mag den Wind, weil man ihn nicht kau­fen kann.“ Was hal­test du von sei­ner Aus­sa­ge?

Benus­si: “Es gibt Din­ge, die man nicht kau­fen kann, wie die Unsterb­lich­keit. Und doch glau­be ich, dass er sie irgend­wie erreicht hat. Die Unsterb­lich­keit, die er sich ver­dient hat, hat aber einen hohen Preis. Für mich sind der Wind und das Meer Kräf­te, denen man zual­ler­erst mit Respekt begeg­nen muss. Dann muss man ler­nen, mit ihnen umzu­ge­hen. Sie kön­nen eben­so hyp­no­ti­sie­rend wie gna­den­los sein. Unter­schät­zen Sie sie nie­mals! Sie sind ein wich­ti­ger Teil mei­nes Lebens. Ohne sie wür­de ich mich ein biss­chen weni­ger leben­dig füh­len.”

Was hat dich per­sön­lich dazu bewo­gen, dich schon in jun­gen Jah­ren inten­siv mit dem Segeln zu beschäf­ti­gen?

“Ich seg­le, genau wie mein Bru­der, seit ich ein Kind war. Unser Vater hat uns von klein auf auf im Segel­boot mit­ge­nom­men. Der Golf von Tri­est war für uns zuerst ein Spiel­platz, dann ein Sport­platz, und heu­te ist er unser Beruf gewor­den. Ich habe den Segel­sport immer mit gro­ßer Lei­den­schaft und star­kem Wett­be­werbs­geist betrie­ben. Jetzt wol­len wir die­se Lei­den­schaft an die neu­en Gene­ra­tio­nen wei­ter­ge­ben — und das ist der Grund für das Pro­jekt „Fast and Furio Young“.

Haben die Men­schen aus Tri­est eine beson­de­re gene­ti­sche Ver­bin­dung zum Meer?

“Ja, der Golf von Tri­est ist ein wah­rer Nähr­bo­den für Talen­te in allen Was­ser­sport­ar­ten. Aber er ist auch ein Ort, an dem man ein Pick­nick auf einem Boot macht, angelt, schwimmt oder ein­fach nur die Son­ne an der Strand­pro­me­na­de genießt. Ohne das Meer wür­den sich die Tri­es­ter unvoll­stän­dig füh­len — es ist ein Teil des­sen, was wir sind.”

Die Maxi-Yacht ARCA SGR: Vom Wrack zum Sie­ger­boot – heu­te eines der schnells­ten und nach­hal­tigs­ten Renn­se­gel­boo­te der Welt

© Ame­deo Vol­pe meme­pro­duc­tion

Dei­ne Yacht ARCA SGR ist nicht nur eine der schnells­ten, son­dern auch eine der schöns­ten Segel­yach­ten der Welt. Wie viel Arbeit steckt dar­in, die­ses Niveau zu errei­chen?

“Die ARCA SGR ent­stand aus einer gemein­sa­men Visi­on mit einem Spon­sor, der wirk­lich an das Pro­jekt glaub­te. Im Jahr 2018 war das Boot kaum mehr als ein Wrack — fünf Jah­re lang lag es ver­las­sen in einer Werft auf der Insel Menor­ca, nach­dem es vor For­m­en­te­ra gesun­ken war.

Hin­ter die­sem Pro­jekt ste­cken Zehn­tau­sen­de von Arbeits­stun­den unse­res Teams — nicht nur, um das Boot wie­der auf ein Top-Leis­tungs­ni­veau zu brin­gen, son­dern auch, um zu ver­ste­hen, wie man das nach­hal­tig tun kann, indem man Bud­gets nutzt, die durch Spon­so­ring-Ein­nah­men auf­ge­baut wur­den. Heu­te ist die ARCA SGR das ein­zi­ge Boot der Welt, das eine zer­ti­fi­zier­te EPD (Envi­ron­men­tal Pro­duct Decla­ra­ti­on) erhal­ten hat.”

Ist es in Zei­ten wie der aktu­el­len schwie­rig, Spon­so­ren zu fin­den?

“Spon­so­ren zu fin­den, ist immer eine Her­aus­for­de­rung — heu­te mehr denn je. Aber wenn man ein hoch­ka­rä­ti­ges Sport­pro­jekt mit star­ker sozia­ler Wir­kung und einem Schwer­punkt auf Nach­hal­tig­keit vor­stellt, wird der Markt auf­merk­sa­mer und auf­nah­me­fä­hi­ger. Unter­neh­men suchen heu­te nach gemein­sa­men Wer­ten, nicht nur nach Sicht­bar­keit.”

Unter wel­chen Bedin­gun­gen fällt es dir per­sön­lich am leich­tes­ten, beim Segeln in einen men­ta­len „Flow“-Zustand zu kom­men?

“Wenn ich in mei­ner Frei­zeit mit mei­ner Fami­lie oder mei­nen guten Freun­den segeln gehe, ist das ein beson­de­rer Moment. Es gibt kei­ne Wett­kämp­fe, kei­ne Kon­kur­renz — nur das Meer, den Wind und die Freu­de, sie mit den Men­schen zu tei­len, die ich lie­be. Dort fin­de ich mein Gleich­ge­wicht, und dort ver­ste­he ich wirk­lich, war­um ich die­ses Leben gewählt habe.”

Für Furio Benus­si ist Segeln weit mehr als ein Sport – es ist Beruf, Beru­fung und geleb­te Lei­den­schaft.

© Ame­deo Vol­pe meme­pro­duc­tion

Was war dein per­sön­li­cher Lieb­lings­mo­ment auf der letzt­jäh­ri­gen „Bar­co­l­a­na“?

“Der Start und das Ziel sind die auf­re­gends­ten Momen­te. Der Start, weil man sich unter den glei­chen Bedin­gun­gen wie Tau­sen­de von ande­ren Boo­ten befin­det — alle zusam­men, zur glei­chen Zeit, ange­trie­ben vom glei­chen Wind und der glei­chen Auf­re­gung.

Der Ziel­ein­lauf, weil man als Tri­es­ti­ner — und erst recht als Sie­ger — vor Zehn­tau­sen­den von Zuschau­ern dem Innen­stadt-Ufer ent­lang segelt und eine Gän­se­haut bekommt. Wäh­rend des Ren­nens sind wir zu sehr dar­auf kon­zen­triert, das Boot schnell zu machen, um zu bemer­ken, was um uns her­um pas­siert. Erst hin­ter­her, wenn es vor­bei ist, schaue ich mir die Auf­nah­men immer wie­der an. Es ist ein unbe­schreib­li­ches Gefühl, es noch ein­mal zu erle­ben. Die „Bar­co­l­a­na“ ist ein ein­zig­ar­ti­ges Spek­ta­kel. Ich ver­glei­che sie immer wie­der mit dem New-York-Mara­thon oder dem For­mel-1-GP von Mon­za.”

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