Aufklärung statt Verbote: Die Fachstelle Kinderschutz setzt auf Sensibilisierung im digitalen Klassenzimmer.
Aufklärung statt Verbote: Die Fachstelle Kinderschutz setzt auf Sensibilisierung im digitalen Klassenzimmer.

© Generiert mit Gemini / Google AI

Safer Internet Day

Informations­kampagne gegen Cyber-Gewalt

Cyber-Gewalt ist für viele junge Menschen bittere Realität: Studien zeigen, dass bereits 17 Prozent der Jugendlichen Opfer von Cyber-Mobbing wurden. Anlässlich des Safer Internet Day präsentiert Bildungsreferent Peter Reichmann gemeinsam mit der Fachstelle Kinderschutz eine neue Informationskampagne. Ein speziell adaptiertes Poster soll künftig flächendeckend an Kärntner Schulen verteilt werden, um Jugendliche für die Gefahren im Netz zu sensibilisieren und ihre Medienkompetenz nachhaltig zu stärken.

Zusammenfassung:

Fast die Hälfte der Jugendlichen hat online Beleidigungen erlebt und über 38 Prozent waren von sexueller Belästigung im Internet betroffen, besonders Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren. In Kärnten gibt es jetzt ein Informationsposter, das über Cyber-Mobbing, verschiedene Formen von Gewalt im Internet, deren Auswirkungen und die rechtlichen Folgen informiert. Dieses Poster wird ab der 4. Klasse Volksschule und in allen weiteren Schulen im Fach Digitale Grundbildung eingesetzt. Lehrkräfte bekommen zusätzliches Material für den Unterricht.In der Diskussion über Social-Media-Verbote für Jugendliche meint Landesrat Peter Reichmann, dass Verbote alleine keine Lösung sind. Wichtig ist, dass Jugendliche lernen, sicher mit Medien umzugehen. Sie brauchen Medienkompetenz, Schutzmechanismen und Unterstützung von erwachsenen Bezugspersonen. In Kärnten setzt man auf frühzeitige Sensibilisierung und Unterstützung. Die neuen Materialien werden auch in Schulen, Jugendzentren und anderen Einrichtungen verteilt, damit Betroffene Hilfe finden und Täter die Konsequenzen ihres Handelns verstehen.

Dies ist ein automatisch generierter Text.

Die Zah­len der Platt­form saferinternet.at sind alar­mie­rend: Fast die Hälf­te aller Jugend­li­chen hat bereits Online-Belei­di­gun­gen erlebt, und über 38 Pro­zent waren mit sexu­el­ler Beläs­ti­gung im Inter­net kon­fron­tiert. Beson­ders gefähr­det ist die Alters­grup­pe der 15- bis 17-Jäh­ri­gen. Um die­ser Ent­wick­lung ent­ge­gen­zu­wir­ken, hat das Land Kärn­ten in Koope­ra­ti­on mit der Fach­stel­le Kin­der­schutz ein Infor­ma­ti­ons­pos­ter ent­wi­ckelt, das auf Mate­ria­li­en des Deut­schen Kin­der­ver­eins basiert. Das Pla­kat behan­delt nicht nur Cyber-Mob­bing, son­dern infor­miert umfas­send über ver­schie­de­ne For­men der Cyber-Gewalt, deren psy­cho­so­zia­le Aus­wir­kun­gen sowie die recht­li­chen Kon­se­quen­zen. Ziel ist es, das Mate­ri­al bereits ab der 4. Klas­se Volks­schu­le sowie in allen wei­ter­füh­ren­den Schu­len im Rah­men des Fachs „Digi­ta­le Grund­bil­dung“ ein­zu­set­zen. Für päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te steht zudem ver­tie­fen­des Online-Mate­ri­al zur Ver­fü­gung, um das The­ma im Unter­richt pro­fes­sio­nell auf­zu­be­rei­ten.

Dif­fe­ren­zier­te Debat­te über Social-Media-Ver­bo­te

In der aktu­el­len Dis­kus­si­on um poten­zi­el­le Social-Media-Ver­bo­te für Jugend­li­che ver­tritt Lan­des­rat Peter Reich­mann eine kla­re Posi­ti­on: Ver­bo­te allein sei­en kei­ne Lösung für die kom­ple­xen Pro­ble­me der digi­ta­len Welt. Zwar könn­ten sie punk­tu­el­le Risi­ken min­dern, doch ent­schei­dend sei die Befä­hi­gung der Jugend­li­chen zum siche­ren Umgang mit Medi­en. „Jugend­li­che brau­chen Medi­en­kom­pe­tenz, tech­ni­sche Schutz­me­cha­nis­men und star­ke Bezugs­per­so­nen – sowohl online als auch off­line“, so Reich­mann. Ein rei­nes Aus­blen­den der digi­ta­len Lebens­rea­li­tät wer­de den bestehen­den Gefähr­dun­gen nicht gerecht. Viel­mehr set­ze Kärn­ten auf eine Kom­bi­na­ti­on aus frü­her Sen­si­bi­li­sie­rung, kla­rer Regel­treue und leicht zugäng­li­chen Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten. Durch die Ver­tei­lung der neu­en Info­ma­te­ria­li­en an Schu­len, Wohn­grup­pen und Jugend­zen­tren soll ein Kli­ma geschaf­fen wer­den, in dem Betrof­fe­ne Hil­fe fin­den und Täter mit den Kon­se­quen­zen ihres Han­delns kon­fron­tiert wer­den.

Gewalt­prä­ven­ti­on für Kin­der und Jugend­li­che
Wei­te­re Infos

Weitere Themen