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Exportwirtschaft
Kärntens Außenhandelsbilanz erreicht neuen Rekordwert
Zusammenfassung:
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Trotz schwieriger Konjunktur und leicht sinkender Exportzahlen bleibt Kärntens Außenwirtschaft auf Erfolgskurs: Die Außenhandelsbilanz für das Jahr 2024 weist einen Überschuss von 1,3 Milliarden Euro aus. „Das ist ein eindrucksvoller Beweis für die Leistungsfähigkeit der exportierenden Betriebe“, so WK-Präsident Jürgen Mandl. Die Außenhandelszahlen sind nicht nur eine Momentaufnahme des internationalen Erfolgs Kärntens, sondern auch ein zentrales Element für den wirtschaftlichen Wohlstand im Inland. Denn mehr als ein Drittel der in Österreich hergestellten Waren und Dienstleistungen wird im Ausland verkauft, davon rund zwei Drittel in der EU. Doch auch die Kärntner Betriebe kämpfen mit den internationalen Spannungen und hohen Produktionskosten. „Deshalb müssen wir die Exportoffensive weiter stärken, neue Märkte erschließen und die Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen verbessern. Gerade für eine exportorientierte Region wie Kärnten sind internationale Handelsabkommen ein entscheidender Wachstumstreiber,“ betont Mandl eindringlich.
Leichter Rückgang bei Ausfuhren, aber starkes Minus bei Importen
Die Warenausfuhren aus Kärnten beliefen sich im Jahr 2024 auf 9,291 Milliarden Euro und sanken damit um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Einfuhren gingen mit 8,004 Milliarden Euro sogar um 4,8 Prozent zurück. Der daraus resultierende Außenhandelsbilanzüberschuss von 1,3 Milliarden Euro bedeutet eine nochmalige Steigerung im Vergleich zum Jahr 2023, in dem der Überschuss 1,1 Milliarden Euro betrug. Damit sichert sich Kärnten weiterhin einen Platz unter den fünf Bundesländern mit positiver Handelsbilanz, neben Oberösterreich, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg. Bei den Exportländern führt Deutschland weiterhin die Liste an, gefolgt von China, und Italien. Sehr positiv entwickeln sich zudem die Exporte nach Malaysia und Ungarn. Ein deutlich anderes Bild zeigen die Importzahlen: Mit einem Rückgang von 4,8 Prozent sanken die Warenimporte auf 8,004 Milliarden Euro. Besonders deutlich fiel das Minus bei elektrischen Maschinen und Geräten sowie bei Waren aus Eisen und Stahl aus. „Die Importe spiegeln die konjunkturelle Zurückhaltung deutlich wider – viele Unternehmen agieren vorsichtig, was Investitionen betrifft“, erklärt Hemma Kircher-Schneider, Leiterin der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten.
Außenhandelsbericht 2024
Weitere Infos- Erstellt: 27.07.2025 15:54
- Update: 26.07.2025 15:57
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