An Mandls Seite stehen künftig Astrid Legner und Nika Basic als Vizepräsidentinnen.
An Mandls Seite stehen künftig Astrid Legner und Nika Basic als Vizepräsidentinnen.

© WKK/Helge Bauer Wirtschaftskammer Parlament

Appell an Mut und Verantwortung

Man­dl bleibt Prä­si­dent der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten

Jürgen Mandl wurde in der konstituierenden Sitzung des Wirtschaftsparlaments erneut und einstimmig zum Präsidenten der Wirtschaftskammer Kärnten gewählt.

Zusammenfassung:

Das Wirtschaftsparlament in Kärnten hat gewählt. Mandl bleibt Präsident mit 67,1 % der Stimmen. Astrid Legner und Nika Basic sind seine neuen Vizepräsidentinnen. Legner hat schon Erfahrung, Basic ist neu im Amt. Otmar Petschnig bleibt ebenfalls Vizepräsident. Alfred Trey und Günter Burger verlassen ihr Amt nach zehn Jahren. Mandl betont Mut, Verantwortung und Zusammenhalt als wichtige Werte. Er sagt, das Bahnprojekt Koralmbahn sei wichtig für die Region, und kritisiert Verzögerungen bei der Infrastruktur.Das Wirtschaftsparlament startet mit neuen Zielen: Es geht um Strukturwandel, Investitionen und den Ausbau der Infrastruktur. Die Sparteobleute sind wichtig, um ihre Branchen zu vertreten und klare Forderungen an die Politik zu stellen.

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Mit 67,1 Pro­zent der Stim­men bei der Kam­mer­wahl führt Man­dl (WB) wei­ter­hin ein star­kes Team. An Man­dls Sei­te ste­hen künf­tig Astrid Leg­ner und Nika Basic als Vize­prä­si­den­tin­nen. Leg­ner bringt bereits fünf Jah­re Erfah­rung in die­ser Funk­ti­on mit, wäh­rend Basic – gleich­zei­tig Lan­des­vor­sit­zen­de der Jun­gen Wirt­schaft – erst­mals in das Prä­si­di­um ein­zieht. Otmar Pet­sch­nig, der bereits zwei Jahr­zehn­te Vize­prä­si­dent ist, wur­de in sei­ner Abwe­sen­heit koop­tiert und bleibt dem Prä­si­di­um wei­ter­hin erhal­ten. Ver­ab­schie­det wur­den die lang­jäh­ri­gen Vize­prä­si­den­ten Alfred Trey (SWV) und Gün­ter Bur­ger (FW), die nach jeweils zehn Jah­ren aus­schei­den. 

Man­dl beton­te in sei­ner Antritts­re­de Mut, Ver­ant­wor­tung und Zusam­men­halt als zen­tra­le Wer­te. Die Kor­alm­bahn sieht er als Schlüs­sel­pro­jekt für die Regi­on – und kri­ti­sier­te Ver­zö­ge­run­gen bei beglei­ten­den Infra­struk­tur­maß­nah­men wie in St. Paul.

Das Wirt­schafts­par­la­ment star­tet mit ambi­tio­nier­ten Zie­len in die neue Peri­ode: Struk­tur­wan­del, Inves­ti­tio­nen und Infra­struk­tur ste­hen im Fokus. Der Rech­nungs­ab­schluss 2024 zeigt ein soli­des finan­zi­el­les Fun­da­ment mit Gesamt­ein­nah­men von rund 37 Mio. Euro und Inves­ti­tio­nen von 1,7 Mio. Euro.

Wirt­schafts­par­la­ment star­tet in neue Peri­ode: Spar­te­no­b­leu­te prä­sen­tie­ren kla­re Zukunfts­agen­da

Mit dem Zusam­men­tritt des Wirt­schafts­par­la­ments der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten beginnt die ers­te Tagung nach den Wah­len und zugleich die neue fünf­jäh­ri­ge Funk­ti­ons­pe­ri­ode der gewähl­ten Spar­te­no­b­leu­te. Die kon­sti­tu­ie­ren­de Sit­zung mar­kiert den Auf­takt für eine Legis­la­tur mit ambi­tio­nier­ten Vor­ha­ben: Der wirt­schaft­li­che Struk­tur­wan­del, Inves­ti­ti­ons­si­cher­heit und Infra­struk­tur­aus­bau ste­hen ganz oben auf der Agen­da. Die Spar­te­no­b­leu­te neh­men dabei eine zen­tra­le Rol­le als Inter­es­sen­ver­tre­ter ihrer Bran­chen ein und for­mu­lie­ren kla­re For­de­run­gen an Poli­tik und Part­ner.

Franz Ahm, Spar­ten­ob­mann Infor­ma­ti­on und Con­sul­ting:

„Die kom­men­den Jah­re sind ent­schei­dend für Kärn­tens digi­ta­le Posi­tio­nie­rung – natio­nal wie inter­na­tio­nal. Der neue ALP­SiX-Kno­ten wird Kärn­ten direkt mit den glo­ba­len Daten­au­to­bah­nen ver­bin­den und uns zum digi­ta­len Herz­stück der AREA SÜD und des Alpen-Adria-Raums machen. Damit die­ser Auf­schwung nicht an der Infra­struk­tur schei­tert, for­dern wir eine ver­läss­li­che Breit­band­för­de­rung – gera­de in peri­phe­ren Regio­nen. Kür­zun­gen bei der För­de­rung sind ein mas­si­ver Rück­schritt. Gleich­zei­tig braucht es eine ambi­tio­nier­te KI-Stra­te­gie, die Inno­va­ti­on ermög­licht, Büro­kra­tie abbaut und unse­re Betrie­be beim digi­ta­len Wan­del unter­stützt. Auch die Cyber­si­cher­heit muss mit­wach­sen, um den Stand­ort zu schüt­zen. Und nicht zuletzt: Wer Fach­kräf­te hal­ten will, muss auch beim Woh­nen anset­zen – leist­ba­re Immo­bi­li­en und ver­ein­fach­te Inves­ti­tio­nen in die Sanie­rung sind zen­tra­le Bau­stei­ne, um Kärn­ten als attrak­ti­ven Wohn- und Arbeits­ort zu sichern.“

 
Josef Petrit­sch, Spar­ten­ob­mann Tou­ris­mus und Frei­zeit­wirt­schaft:

„Unser Ziel ist es, die Tou­ris­mus­re­form in Kärn­ten umzu­set­zen. Sie ist ein wich­ti­ger Schritt, um Struk­tu­ren zu straf­fen und die Schlag­kraft des hei­mi­schen Tou­ris­mus zu erhö­hen. Wir brau­chen auch den Abbau büro­kra­ti­scher Hür­den – ins­be­son­de­re bei Betriebs­an­la­gen, Was­ser­recht und Brand­schutz, wo oft eine schi­ka­nö­se Pra­xis herrscht. Um dem Arbeits­kräf­te­man­gel zu begeg­nen, sind eine geziel­te Arbeits­mi­gra­ti­on durch höhe­re Sai­son­kon­tin­gen­te und gleich­zei­tig eine moder­ne Wei­ter­ent­wick­lung der tou­ris­ti­schen Lehr­be­ru­fe not­wen­dig. Und wir blei­ben auch wei­ter­hin bei unse­rem kla­ren Nein zu Abga­ben auf Trink­geld, denn die­ses ist ein Zei­chen für Wert­schät­zung und kein Fall für das Finanz­amt oder die Sozi­al­ver­si­che­rung.“ 

Eli­sa­beth Roth­mül­ler-Jan­nach, Spar­te­nob­frau Trans­port und Ver­kehr:

„Mit der Inbe­trieb­nah­me der Kor­alm­bahn im Dezem­ber 2025 beginnt im Per­so­nen- und Güter­ver­kehr eine neue Ära. Neue Ver­kehrs­kno­ten­punk­te schaf­fen ein moder­nes Sys­tem, das Bahn, Bus, Indi­vi­du­al­ver­kehr und Mikro-ÖV effi­zi­ent kom­bi­niert. Der Logis­tik­stand­ort Vil­lach-Für­nitz muss inter­na­tio­nal gestärkt wer­den. Als Teil des Bal­tisch-Adria­ti­schen Kor­ri­dors wird die­ser zu einer zen­tra­len logis­ti­schen Dreh­schei­be im euro­päi­schen Güter­ver­kehr. Dafür braucht es die ver­trag­lich ver­bind­li­che Umset­zung des Memo­ran­dum of Under­stan­ding sowie die geziel­te Ansied­lung bahn­af­fi­ner Betrie­be. Das Güter­ter­mi­nal Für­nitz darf durch das ÖBB-Spar­pro­gramm kei­nes­falls gefähr­det wer­den.“ 

Man­fred Wil­hel­mer, Spar­ten­ob­mann Bank und Ver­si­che­rung:

„Kärn­ten muss sich im Umfeld der Kor­alm­bahn als attrak­ti­ver Wirt­schafts­stand­ort posi­tio­nie­ren. Dazu gehört ein inves­ti­ti­ons­freund­li­ches Kli­ma mit unkom­pli­zier­tem Zugang zu Finan­zie­run­gen, steu­er­li­chen Anrei­zen und moder­nen Betei­li­gungs­mo­del­len. Gleich­zei­tig müs­sen wir der Büro­kra­tie den Kampf ansa­gen. Auf allen Ebe­nen sind Pro­zes­se not­wen­dig, um Unter­neh­men zu ent­las­ten, Inves­ti­tio­nen zu beschleu­ni­gen und lang­fris­tig die Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu stär­ken. Die Finanz­wirt­schaft steht bereit, die­sen Weg aktiv mit­zu­ge­stal­ten.“ 

Rai­mund Haberl, Spar­ten­ob­mann Han­del:

„Der Han­del muss in den kom­men­den Jah­ren fit für die Zukunft wer­den – durch geziel­te Digi­ta­li­sie­rung, wirk­sa­me Ent­las­tung und fai­re Wett­be­werbs­be­din­gun­gen. Digi­ta­li­sie­rung kann auch in klei­nen Struk­tu­ren funk­tio­nie­ren, ob Online­shop, Social Media oder Auto­ma­ti­sie­rung im Hin­ter­grund.  Gleich­zei­tig brau­chen wir einen ein­fa­che­ren Zugang zu För­de­run­gen für Nah­ver­sor­ger und einen akti­ven Kampf gegen die über­bor­den­de Büro­kra­tie. EU-Vor­ga­ben wie das Lie­fer­ket­ten­ge­setz dür­fen nicht dazu füh­ren, dass vor allem klei­ne Betrie­be in Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten ersti­cken. Und nicht zuletzt muss end­lich die Zoll­frei­gren­ze von 150 Euro fal­len – denn es kann nicht sein, dass unser Han­del täg­lich mit unfai­ren Bil­lig­im­por­ten kon­kur­rie­ren muss, wäh­rend er gleich­zei­tig die regio­na­len Kreis­läu­fe sichert.“  

Micha­el Vel­me­den, Spar­ten­ob­mann Indus­trie:

„Die Kärnt­ner Indus­trie steht unter star­kem inter­na­tio­na­len Wett­be­werbs­druck. Um unse­re Betrie­be zukunfts­si­cher auf­zu­stel­len, braucht es rasche und ziel­ge­rich­te­te Maß­nah­men. Ein zen­tra­ler Punkt ist die Ver­län­ge­rung der Strom­preis­kom­pen­sa­ti­on. Ohne eine sol­che dro­hen ener­gie­in­ten­si­ve Unter­neh­men ins Hin­ter­tref­fen zu gera­ten. Dar­über hin­aus set­zen wir auf Zukunfts­tech­no­lo­gien. Der Aus­bau eines Was­ser­stoff-Kern­net­zes und die Nut­zung der bestehen­den Gas­in­fra­struk­tur sind essen­zi­ell, um Kli­ma­zie­le zu errei­chen und indus­tri­el­le Wert­schöp­fung zu sichern. Für all das sind moder­ne gesetz­li­che Rah­men­be­din­gun­gen und effi­zi­en­te Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren not­wen­dig. Digi­ta­le One-Stop-Shops kön­nen hier ein Instru­ment sein, um Pla­nungs- und Inves­ti­ti­ons­si­cher­heit zu gewähr­leis­ten.“

Peter Stor­fer, Spar­ten­ob­mann Gewer­be und Hand­werk:

„Für uns ist es wich­tig, die Rah­men­be­din­gun­gen für das Gewer­be und Hand­werk spür­bar zu ver­bes­sern, allen vor­an durch eine kon­se­quen­te Beschleu­ni­gung der Ver­fah­ren bei ört­li­chen Ent­wick­lungs­kon­zep­ten, Wid­mun­gen und Bau­ge­neh­mi­gun­gen. Denn wer inves­tiert, braucht Pla­nungs­si­cher­heit und kei­ne end­lo­sen War­te­zei­ten. Gleich­zei­tig set­zen wir uns für geziel­te För­der­maß­nah­men wie den Hand­wer­ker­bo­nus und Inves­ti­tio­nen in erneu­er­ba­re Ener­gien ein. Natür­lich enga­gie­ren wir uns auch für die Attrak­ti­vie­rung der Leh­re, um den Fach­kräf­te­nach­wuchs zu sichern.“ 

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