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Junge Perspektiven:
Neue Impulse gegen den Brain Drain
Zusammenfassung:
Dies ist ein automatisch generierter Text.
Kärnten steht an einem Wendepunkt: Die kontinuierliche Abwanderung junger, qualifizierter Menschen gefährdet die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Region. Damit verbunden sind nicht nur demografische Herausforderungen, sondern auch spürbare wirtschaftliche und gesellschaftliche Konsequenzen. Das Thema betrifft vor allem junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren – sowohl jene, die in Kärnten leben und arbeiten, als auch diejenigen, die nach ihrer Ausbildung außerhalb des Bundeslands kaum Anreize zur Rückkehr sehen. Die Junge Wirtschaft Kärnten hat deshalb gemeinsam mit UNIFORCE Consulting eine umfassende Standortstudie durchgeführt. Ziel war es, ein präzises Bild jener Faktoren zu zeichnen, die junge Menschen in ihrer Entscheidung für oder gegen Kärnten als Lebens- und Arbeitsort beeinflussen. Die Ergebnisse münden in ein konkretes Maßnahmenprogramm zur Zukunftssicherung des Standorts – mit dem klaren Fokus, junge Perspektiven nachhaltig zu stärken.
© WKK, Peter Just
Niedrige Standortzufriedenheit bei Jugendlichen
In der Studie wurden über 200 junge Menschen aus Kärnten, der Steiermark und Wien befragt, rund 80 % von ihnen stammen aus Kärnten. Besonders alarmierend ist, dass bereits in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen die Standortzufriedenheit auffallend niedrig ist. Rund 40 % der Befragten äußerten sich kritisch über die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Bundesland. Doch die Studie gibt nicht nur ein Stimmungsbild wieder, sondern liefert auch konkrete Instrumente zum Gegensteuern. „Es liegt jetzt bei den politischen Entscheidungsträgern, den Mut zur Umsetzung zu beweisen. Unsere Maßnahmen sind strategisch fundiert und sofort umsetzbar“, erklärt Eva Maria Wutte, Geschäftsführerin der Jungen Wirtschaft Kärnten. Die vier Handlungsfelder, die über die Attraktivität Kärntens für junge Menschen entscheiden, sind Mobilität, Wohnen, Bildung und Wirtschaft.
Vier Fokusthemen
Besonders großer Handlungsbedarf besteht bei der Anbindung peripherer Regionen und der Anschlussmobilität rund um die Koralmbahn. Diese wird zwar insgesamt positiv bewertet, doch ohne funktionierende Verbindungen vor Ort bleibt ihr Potenzial ungenutzt. Ebenso sind leistbares Wohnen, Eigentumsperspektiven und ein attraktives Freizeitangebot laut Studie entscheidend, um junge Menschen in Kärnten zu halten oder zurückzuholen. Für Rückkehrer schlägt die Junge Wirtschaft ein Paket aus Rückkehrbonus, Job- und Wohnungsvermittlung sowie einer digitalen Community-Plattform vor. Im Bildungsbereich betont die Studie die Ausweitung praxisnaher Studienangebote sowie die Internationalisierung und Modernisierung des Hochschulstandorts betont. Karriereperspektiven, Branchenvielfalt und das Einkommensniveau wurden von den Studienteilnehmern hingegen sehr kritisch bewertet. In wirtschaftlicher Hinsicht sollen ein zentraler One-Stop-Shop für Investoren, strategische Standortentwicklung und gezielte Förderprogramme neue Unternehmen anziehen und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Die Studie zeigt: Vor allem gut ausgebildete Fachkräfte vermissen in Kärnten attraktive Jobs.
Junge Wirtschaft Kärnten
Weitere Infos- Erstellt: 04.08.2025 08:00
- Update: 02.08.2025 17:02
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