Die Junge Wirtschaft setzt aktiv Maßnahmen um junge Arbeitskräfte in Kärnten zu halten.
Die Junge Wirtschaft setzt aktiv Maßnahmen um junge Arbeitskräfte in Kärnten zu halten.

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Junge Perspektiven:

Neue Impul­se gegen den Brain Drain

Die Junge Wirtschaft Kärnten legt mit der aktuellen Standortstudie und dem daraus entwickelten Maßnahmenprogramm ein ambitioniertes Zukunftskonzept zur Stärkung Kärntens als Lebens- und Arbeitsstandort für junge Menschen vor. Im Fokus stehen die Bereiche Mobilität, Wohnraum, Bildung und Wirtschaft.

Zusammenfassung:

Kärnten hat ein Problem: Viele junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren ziehen weg, nachdem sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Das gefährdet die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region. Eine Studie zeigt, warum das so ist und was dagegen getan werden kann.Die Zufriedenheit mit dem Leben und Arbeiten in Kärnten ist bei jungen Menschen niedrig. Kritik gibt es vor allem bei der Anbindung der Region, bezahlbarem Wohnen und attraktiven Freizeitangeboten. Es wird vorgeschlagen, die Verkehrsanbindungen zu verbessern und mehr bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Für Rückkehrer könnten spezielle Angebote gemacht werden, wie ein Rückkehrbonus oder Hilfe bei der Jobsuche.Auch im Bereich Bildung und Wirtschaft gibt es Verbesserungsvorschläge. Es sollten mehr praxisnahe Studienangebote und internationale Hochschulmöglichkeiten geschaffen werden. Wirtschaftlich wird empfohlen, einen zentralen Ansprechpartner für Investoren einzurichten und neue Unternehmen nach Kärnten zu holen.Ziel ist es, Kärnten für junge Menschen attraktiver zu machen, damit sie dort bleiben oder zurückkommen.

Dies ist ein automatisch generierter Text.

Kärn­ten steht an einem Wen­de­punkt: Die kon­ti­nu­ier­li­che Abwan­de­rung jun­ger, qua­li­fi­zier­ter Men­schen gefähr­det die Inno­va­ti­ons­kraft und Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Regi­on. Damit ver­bun­den sind nicht nur demo­gra­fi­sche Her­aus­for­de­run­gen, son­dern auch spür­ba­re wirt­schaft­li­che und gesell­schaft­li­che Kon­se­quen­zen. Das The­ma betrifft vor allem jun­ge Men­schen zwi­schen 15 und 29 Jah­ren – sowohl jene, die in Kärn­ten leben und arbei­ten, als auch die­je­ni­gen, die nach ihrer Aus­bil­dung außer­halb des Bun­des­lands kaum Anrei­ze zur Rück­kehr sehen. Die Jun­ge Wirt­schaft Kärn­ten hat des­halb gemein­sam mit UNIFORCE Con­sul­ting eine umfas­sen­de Stand­ort­stu­die durch­ge­führt. Ziel war es, ein prä­zi­ses Bild jener Fak­to­ren zu zeich­nen, die jun­ge Men­schen in ihrer Ent­schei­dung für oder gegen Kärn­ten als Lebens- und Arbeits­ort beein­flus­sen. Die Ergeb­nis­se mün­den in ein kon­kre­tes Maß­nah­men­pro­gramm zur Zukunfts­si­che­rung des Stand­orts – mit dem kla­ren Fokus, jun­ge Per­spek­ti­ven nach­hal­tig zu stär­ken.

(v.l.) Eva Maria Wut­te, Geschäfts­füh­re­rin der Jun­gen Wirt­schaft Kärn­ten, und Nika Basic, WK-Vize­prä­si­den­tin und Lan­des­vor­sit­zen­de der Jun­gen Wirt­schaft Kärn­ten, haben ein ambi­tio­nier­tes Zukunfts­kon­zept zur Stär­kung Kärn­tens als Lebens- und Arbeits­stand­ort erstellt.

© WKK, Peter Just

Nied­ri­ge Stand­ort­zu­frie­den­heit bei Jugend­li­chen

In der Stu­die wur­den über 200 jun­ge Men­schen aus Kärn­ten, der Stei­er­mark und Wien befragt, rund 80 % von ihnen stam­men aus Kärn­ten. Beson­ders alar­mie­rend ist, dass bereits in der Alters­grup­pe der 15- bis 29-Jäh­ri­gen die Stand­ort­zu­frie­den­heit auf­fal­lend nied­rig ist. Rund 40 % der Befrag­ten äußer­ten sich kri­tisch über die Lebens- und Arbeits­be­din­gun­gen im Bun­des­land. Doch die Stu­die gibt nicht nur ein Stim­mungs­bild wie­der, son­dern lie­fert auch kon­kre­te Instru­men­te zum Gegen­steu­ern. „Es liegt jetzt bei den poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gern, den Mut zur Umset­zung zu bewei­sen. Unse­re Maß­nah­men sind stra­te­gisch fun­diert und sofort umsetz­bar“, erklärt Eva Maria Wut­te, Geschäfts­füh­re­rin der Jun­gen Wirt­schaft Kärn­ten. Die vier Hand­lungs­fel­der, die über die Attrak­ti­vi­tät Kärn­tens für jun­ge Men­schen ent­schei­den, sind Mobi­li­tät, Woh­nen, Bil­dung und Wirt­schaft.

Vier Fokus­the­men

Beson­ders gro­ßer Hand­lungs­be­darf besteht bei der Anbin­dung peri­phe­rer Regio­nen und der Anschluss­mo­bi­li­tät rund um die Kor­alm­bahn. Die­se wird zwar ins­ge­samt posi­tiv bewer­tet, doch ohne funk­tio­nie­ren­de Ver­bin­dun­gen vor Ort bleibt ihr Poten­zi­al unge­nutzt. Eben­so sind leist­ba­res Woh­nen, Eigen­tums­per­spek­ti­ven und ein attrak­ti­ves Frei­zeit­an­ge­bot laut Stu­die ent­schei­dend, um jun­ge Men­schen in Kärn­ten zu hal­ten oder zurück­zu­ho­len. Für Rück­keh­rer schlägt die Jun­ge Wirt­schaft ein Paket aus Rück­kehr­bo­nus, Job- und Woh­nungs­ver­mitt­lung sowie einer digi­ta­len Com­mu­ni­ty-Platt­form vor. Im Bil­dungs­be­reich betont die Stu­die die Aus­wei­tung pra­xis­na­her Stu­di­en­an­ge­bo­te sowie die Inter­na­tio­na­li­sie­rung und Moder­ni­sie­rung des Hoch­schul­stand­orts betont. Kar­rie­re­per­spek­ti­ven, Bran­chen­viel­falt und das Ein­kom­mens­ni­veau wur­den von den Stu­di­en­teil­neh­mern hin­ge­gen sehr kri­tisch bewer­tet. In wirt­schaft­li­cher Hin­sicht sol­len ein zen­tra­ler One-Stop-Shop für Inves­to­ren, stra­te­gi­sche Stand­ort­ent­wick­lung und geziel­te För­der­pro­gram­me neue Unter­neh­men anzie­hen und qua­li­fi­zier­te Arbeits­plät­ze schaf­fen. Die Stu­die zeigt: Vor allem gut aus­ge­bil­de­te Fach­kräf­te ver­mis­sen in Kärn­ten attrak­ti­ve Jobs.

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