Radio AGORA Geschäftsführer Gabriel Lipuš freut sich, dass auch die jüngere Zielgruppe immer größeres Interess am Radiomachen zeigt.
Radio AGORA Geschäftsführer Gabriel Lipuš freut sich, dass auch die jüngere Zielgruppe immer größeres Interess am Radiomachen zeigt.

© Marko Lipuš

„on air”

Radio Ago­ra wur­de 25

Kärntens einziger nichtkommerzieller Radiosender feiert Geburtstag. Seit 25 sendet Radio AGORA 105,5 täglich ein zwei- und mehrsprachiges Programm, vorwiegend in slowenischer und deutscher Sprache. Geschäftsführer Gabriel Lipuš spricht im Interview über die die Besonderheiten des Senders, die Jubiläumsfeierlichkeiten und über die wichtige demokratiepolitische Funktion freier Radios.

Zusammenfassung in einfacher Sprache

Radio AGORA, ein zweisprachiger Radiosender, der hauptsächlich in Deutsch und Slowenisch sendet, feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Der Sender wurde 1998 gegründet und ist der einzige nichtkommerzielle Radiosender in Kärnten. Er wird von verschiedenen Radiomachern gestaltet und bietet ein zwölfstündiges Programm in slowenischer Sprache an. Zudem wird Medienkompetenz an Schulen vermittelt. Die 25-jährige Jubiläumsfeier von Radio AGORA begann im Mai und umfasste verschiedene Veranstaltungen, darunter Konzerte und Diskussionen. Der Geschäftsführer von Radio AGORA, Gabriel Lipuš, unterstreicht die Bedeutung des freien Radios für die Meinungsfreiheit und -vielfalt.
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Der nicht­kom­mer­zi­el­le, zwei­spra­chi­ge Sen­der Radio AGORA fei­ert heu­er sein 25-jäh­ri­ges Jubi­lä­um. Mit Sen­dun­gen in vor­wie­gend deut­scher und slo­we­ni­scher Spra­che för­dert Radio AGORA seit 1998 das bei­der­sei­ti­ge Inter­es­se und das Ver­ständ­nis für die Kul­tur und Spra­che zwi­schen bei­den Bevöl­ke­rungs­grup­pen. Hin­ter dem Radio­sen­der steht der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein „AGORA – Ver­ein Arbeits­ge­mein­schaft offe­nes Radio/Avtonomno giban­je odprte­ga radia“. Gleich­zei­tig bezieht sich Ago­ra auf den zen­tra­len Ver­samm­lungs- und Markt­platz im anti­ken Grie­chen­land, der einen wesent­li­chen Bestand­teil des gesell­schaft­li­chen Lebens dar­stell­te. Mei­ne Frei­zeit hat den Geschäfts­füh­rer von Radio AGORA, Gabri­el Lipuš, zum Inter­view getrof­fen.

Die 25 Jahre Feier von RADIO AGORA
Die 25 Jah­re Fei­er von RADIO AGORA

© MFZ

MFZ: Herr Lipuš, dan­ke, dass sie sich die Zeit für die­ses Inter­view neh­men. Zum Ein­stieg ganz all­ge­mein: Was ist das Beson­de­re an Radio Ago­ra?

Gabri­el Lipuš: Radio AGORA 105 I 5 ist der ein­zi­ge nicht­kom­mer­zi­el­le Radio­sen­der in Kärn­ten, zwei- und mehr­spra­chig und wird im Rah­men des Offe­nen Zugangs von inter­es­sier­ten frei­en Radio­ma­chern aus allen Alters- und Gesell­schafts­grup­pen pro­du­ziert und gestal­tet. Für die slo­we­ni­sche Volks­grup­pe gibt es wäh­rend des Tages in Koope­ra­ti­on mit der slo­we­ni­schen Redak­ti­on des ORF Kärn­ten ein zwölf­stün­di­ges Pro­gramm­an­ge­bot in slo­we­ni­scher Spra­che. Unser Radio ver­mit­telt außer­dem Medi­en­kom­pe­tenz an Schu­len sowie im uni­ver­si­tä­ren Bereich und ist somit wich­ti­ger Part­ner für päd­ago­gi­sche Ein­rich­tun­gen und in der Erwach­se­nen­bil­dung.

MFZ: Radio AGORA ist heu­er seit 25 Jah­ren „on air“. Wie wird die­ses Jubi­lä­um gefei­ert?

GL: Sehr aus­gie­big und vor allem wür­dig! Bereits im Mai began­nen die Fei­er­lich­kei­ten zum Jubi­lä­ums­jahr. Da stell­ten wir im Zuge eines Fes­ti­vals für unse­re Mit­ar­bei­ter, Sen­dunsgs­ma­cher und lang­jäh­ri­ge Weg­be­glei­ter die Musik in den Mit­tel­punkt und hol­ten groß­ar­ti­ge Musi­ker und Bands auf die Büh­ne, wel­che das brei­te und beson­de­re Musik­spek­trum, das auf radio AGORA zu hören ist, reprä­sen­tie­ren. Im Sep­tem­ber ergänz­ten wir die Fei­er­lich­kei­ten mit einem gro­ßen Fest­akt samt Podi­ums­dis­kus­si­on mit nam­haf­ten Ver­tre­tern aus Poli­tik, Kul­tur und Wis­sen­schaft. Und am eigent­li­chen Geburts­tag des Radi­os, dem 26. Okto­ber, wur­de den gan­zen Tag live via Radio gefei­ert: Mit vie­len Berich­ten und Inter­views rund um das 25-jäh­ri­ge Bestehen von AGORA und Mit­schnit­ten der bei­den Fes­te.

MFZ: AGORA ist Kärn­tens ein­zi­ger nicht­kom­mer­zi­el­ler Radio­sen­der. Wie bewer­ten Sie die Bedeu­tung des Frei­en Radi­os?

GL: Freie Radi­os stel­len neben dem öffent­lich-recht­li­chen und dem kom­mer­zi­el­len, pri­va­ten Rund­funk die drit­te Säu­le in Öster­reichs Radio­ge­sche­hen dar und erwei­tern somit die Medi­en­land­schaft immens. Die­se unab­hän­gi­gen, gemein­nüt­zi­gen und nicht­kom­mer­zi­el­len Orga­ni­sa­tio­nen garan­tie­ren der All­ge­mein­heit einen offe­nen Zugang zum Hör­funk und leis­ten somit einen wesent­li­chen Bei­trag zur Mei­nungs­frei­heit und ‑viel­falt. Freie Radi­os wie AGORA sind außer­dem ein Garant für Unab­hän­gig­keit, kri­ti­schen Dis­kurs sowie für Inhal­te und Musik fern­ab des Main­streams. Das macht das Freie Radio demo­kra­tie­po­li­tisch sehr wich­tig und uner­läss­lich.

MFZ: Sind für die nähe­re Zukunft beson­de­re Sen­de­rei­hen oder The­men­schwer­punk­te geplant?

GL: Wir erwei­tern unse­re Pro­gramm­viel­falt lau­fend. Erfreu­li­cher­wei­se haben wir vie­le Anfra­gen von Men­schen jeden Geschlechts und Alters, die ger­ne Radio­sen­dun­gen gestal­ten möch­ten. Beson­ders freu­en wir uns, dass in letz­ter Zeit auch die jün­ge­re Ziel­grup­pe, also Schü­ler und Stu­den­ten, ver­mehrt Inter­es­se am Radio­ma­chen zeigt und unser Pro­gramm noch bun­ter macht. Geplant, um ein Bei­spiel zu nen­nen, ist auf jeden Fall die Fort­set­zung unse­rer belieb­ten Sen­de­rei­he radio­AK­TI­VE Gemein­de I radio­AK­TIV­NA obči­na, unser »Gemein­de­ra­dio«, das es Men­schen aus dem gan­zen Bun­des­land ermög­licht, ihre gemein­de­spe­zi­fi­schen Inhal­te ins Radio zu brin­gen.

Mei­ne­Frei­zeit work&life sagt Dan­ke für das Gespräch und alles Gute für den Sen­de­be­trieb in den kom­men­den 25 Jah­ren.

Radi AGORA 105,5
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