(v.l.) Georg Santner (Kärntner Seeninstitut), Bürgermeister Wolfgang Grilz (St. Georgen am Längsee), LR.in Sara Schaar, Günther Weichlinger (Abteilungsleiter Abteilung 8) sind sich der Verantwortung für die Kärntner Seen bewusst.
(v.l.) Georg Santner (Kärntner Seeninstitut), Bürgermeister Wolfgang Grilz (St. Georgen am Längsee), LR.in Sara Schaar, Günther Weichlinger (Abteilungsleiter Abteilung 8) sind sich der Verantwortung für die Kärntner Seen bewusst.

© Büro LR.in Schaar

Wasserqualität

Wach­sam­keit an Kärn­tens Seen

Der Kärntner Seenbericht stellt den heimischen Gewässern ein gemischtes Zeugnis aus. Dramatische Entwicklungen lassen sich keine erkennen, doch kommen die Seen aufgrund der klimatischen Veränderungen zunehmend unter Druck. Um die generell hohe Wasserqualität in Kärnten zu erhalten, setzt man auf gezielte Schutzmaßnahen – doch auch jeder einzelne kann aktiv dazu beitragen.

Zusammenfassung:

Der 39. Kärntner Seenbericht wurde rechtzeitig zu den Ferien veröffentlicht. Er überprüft die Wasserqualität von 41 Seen. Zwei Seen haben sich verbessert, 14 sind schlechter bewertet worden und bei 25 Seen gab es keine Veränderung. Kärntens Seen reagieren auf Umweltveränderungen, zum Beispiel durch mehr Nährstoffe im Wasser. Mehr Nährstoffe bedeuten mehr Sauerstoffverbrauch. Obwohl es derzeit keine dramatischen Veränderungen gibt, könnten kleinere Gewässer in Zukunft betroffen sein, erklärt Georg Santner vom Kärntner Institut für Seenforschung. Jede Person kann helfen, die Gewässer zu schützen, zum Beispiel, indem man keinen Müll am Ufer lässt, Enten und Fische nicht füttert und empfindliche Uferzonen meidet. Der Weißensee ist besonders klar und nährstoffarm, hat aber Probleme mit dem Fischbestand. Um die Wasserqualität zu erhalten, gibt es Monitoring und Schutzmaßnahmen wie naturnahe Ufergestaltung und Schilf-Schutzsysteme.

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Pünkt­lich zum Feri­en­start 39. Kärnt­ner Seen­be­richt ver­öf­fent­licht, für den ins­ge­samt 41 Gewäs­ser auf ihre Was­ser­qua­li­tät über­prüft wur­den. Dabei zeig­te sich: Wäh­rend bei zwei Seen eine Ver­bes­se­rung der Ein­stu­fung fest­ge­stellt wur­de, muss­ten 14 Seen schlech­ter ein­ge­stuft wer­den, bei 25 Seen zeig­te sich kei­ne Ver­än­de­rung. Die Seen Kärn­tens reagie­ren, wie vie­le ande­re Seen in ganz Öster­reich auf die sich ändern­den Umwelt­be­din­gun­gen. Das lässt sich vor allem an den ver­mehr­ten Ein­trä­gen von Nähr­stof­fen in die Seen fest­stel­len. Mehr Nähr­stof­fe im Gewäs­ser bedeu­ten auch einen erhöh­ten Ver­brauch von Sau­er­stoff im Was­ser. „Dra­ma­ti­sche Ent­wick­lun­gen las­sen sich der­zeit nicht erken­nen, trotz­dem wer­den gera­de klei­ne­re Gewäs­ser von den sich ändern­den Kli­ma­be­din­gun­gen betrof­fen sein“, betont Georg Sant­ner vom Kärnt­ner Insti­tut für Seen­for­schung.

Jeder ein­zel­ne trägt zum Gewäs­ser­schutz bei

Zur Bewer­tung der Gewäs­ser wer­den unter­schied­li­che Para­me­ter ange­wen­det, dar­un­ter Nähr­stoff­kon­zen­tra­ti­on, Phy­to­plank­ton sowie Fisch­fau­na, Unter­was­ser­be­wuchs und Ufer­be­schaf­fen­heit. Was Schwe­be­al­gen anbe­langt schnit­ten der Wei­ßen­see, Faa­ker See, Pres­se­g­ger See, Läng­see und Keutscha­cher See am bes­ten ab. Der Wei­ßen­see ist beson­ders nähr­stoff­arm, was ihn mit bis zu 12 Metern Sicht­tie­fe zu einem der klars­ten Gewäs­ser Öster­reichs macht. Gleich­zei­tig hat der See Schwie­rig­kei­ten mit dem Fisch­be­stand, die seit meh­re­ren Jah­ren bekannt sind. Um die hohe Was­ser­qua­li­tät aller Kärnt­ner Seen lang­fris­tig zu erhal­ten, gibt es einer­seits ein eng­ma­schi­ges Moni­to­ring sowie kon­kre­te Schutz­maß­nah­men wie natur­na­he Ufer­ge­stal­tung und Schilf-Schutz­sys­te­me. Doch auch jeder ein­zel­ne kann dazu bei­tra­gen, die Seen zu schüt­zen, idem Müll am Ufer, das Füt­tern von Enten und Fischen und das unnö­ti­ge Betre­ten emp­find­li­cher Ufer­zo­nen ver­mie­den wer­den.

Kärnt­ner Insti­tut für Seen­for­schung
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